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Deutscher bAV-Preis würdigt Projekte zum Betriebsrentenstärkungsgesetz

Bild: Deutscher bAV-Preis 2019

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Eingestellt: 21. Februar 2019 um 09:28   /   durch   /   Kommentare (0)

Airbus, Baxter und Siemens sowie die ComTS-Gesellschaften, KraussMaffei und Brand sind die Gewinner des Deutschen bAV-Preises 2019. Die Preisträger wurden am 19. Februar im Rahmen der Konferenz „Zukunftsmarkt Altersvorsorge“ in Berlin gewürdigt. Erstmals stehen dabei auch durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz neu geschaffene Möglichkeiten im Rampenlicht.

„Das Betriebsrentenstärkungsgesetz entfaltet erste Wirkung“ – zu diesem klaren Fazit kommt die Jury des Deutschen bAV-Preises. „Vor allem die mit weniger Aufwand umzusetzenden Optionen wie bAV-Riester oder Geringverdiener-Förderung finden sich in einigen der prämierten Pensionspläne wieder. Die reine Beitragszusage mit ihrer hohen Komplexität und ihrem großen Abstimmungsbedarf wurde dagegen noch nicht implementiert. Jedoch inspiriert sie Unternehmen offenbar, die schon lange bewährten Gestaltungsmöglichkeiten im Sinne einer Zielrente klug zu nutzen“, berichtet Heribert Karch, Mitglied der Jury und Vorstandsvorsitzender der aba Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung e. V.

Große Beteiligung der Mitarbeiter, Verbundenheit mit dem Unternehmen bestärkt

„Die preisgekrönten Projekte zeigen eindrucksvoll, welchen Stellenwert die bAV heute für viele Unternehmen besitzt. Im Wettbewerb um talentierte Mitarbeiter werfen viele Unternehmen eine innovative bAV in die Waagschale – und fast alle Preisträger berichten, dass die Beteiligungsquoten der Mitarbeiter bei den neuen Modellen sprunghaft gestiegen sind“, kommentiert bAV-Experte Dr. Thomas Jasper, Leiter Retirement Westeuropa bei Willis Towers Watson. Jasper betont, dass gerade die bestehende Gestaltungsfreiheit für die betriebliche Altersversorgung (bAV) in Deutschland dies erst möglich macht. „In der bAV gibt es kein‚ one size fits all‘ – und wer sich die Preisträger anschaut, wird sich das auch nicht wünschen“, so der bAV-Experte.

Preisträger unter Großunternehmen und KMU

Den 1. Platz in der Kategorie Großunternehmen belegte Airbus. Der Luft- und Raumfahrtkonzern überarbeitete seine bAV – dem kollektiven Gedanken folgend. Dabei konnte er – so die Jury – sowohl mit einer exzellenten Risikobegrenzung als auch hohen Leistungen punkten: Durch eine umfassende Kommunikation und die Aufstockung von Mitarbeiterbeiträgen zur bAV konnten Skeptiker überzeugt und zahlreiche Mitarbeiter für die notwendige Eigenvorsorge motiviert werden. Mit Erfolg: „Die Teilnahmequote an der freiwilligen Entgeltumwandlung zugunsten der bAV sind bereits vier Wochen nach Einführung des neuen Modells höher als beim vorherigen Modell“, berichtet das Unternehmen.

In der Kategorie „Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)“ konnte besonders der Pensionsplan der ComTS Gesellschaften überzeugen. Sie folgten den Zielen des Betriebsrentenstärkungsgesetzes (BRSG), indem sie ihre bAV spezifisch auf Mitarbeiter mit niedrigen Einkommen zuschneiden. Dabei wurden, so die Jury, die neuen Fördermöglichkeiten, wie bAV-Riester und Geringverdienerzuschuss, optimal genutzt. „Unser Ziel war: 100 Euro garantierte Monatsrente zusätzlich, die dem Rentner keiner wegnimmt. Das können wir mit unserem Modell nun anbieten“, erklärt das Unternehmen.

Die weiteren Preisträger in der Kategorie „Großunternehmen“

2. Platz: Baxter Deutschland GmbH

Als Hersteller von Arzneimitteln und Medizinprodukten setzt Baxter auf eine starke bAV für starkes Employer Branding – mit einer bAV, die umfassend auf die Wünsche und Bedürfnisse der Mitarbeiter abgestimmt ist. „Das ist sehr positiv bei unseren Mitarbeitern angekommen, da durch dieses Modell auch die Familie abgesichert ist und die Vorsorge durch Eigenbeiträge sogar noch erhöht werden kann“, sagt das Unternehmen. „Unsere Zielsetzung – eine klare Positionierung der bAV als Instrument zur Gewinnung und Bindung der besten Talente in einem stark umkämpften Markt bei gleichzeitiger Risikominimierung – wurde erreicht“, so das Fazit des Unternehmens.

3. Platz: Siemens

Siemens nutzt eine clevere Technologie für eine effiziente Pensionsplanverwaltung und eine optimale Eigenvorsorge der Mitarbeiter. Und nicht nur das: „Mit neuen Kommunikationsansätzen wie einer Quiz-App oder Chat-Option können wir unsere Mitarbeiter besser auf die Entgeltumwandlung aufmerksam machen“, führt das Unternehmen aus. Insgesamt sei mit dem neuen Entgeltumwandlungsmodell die Teilnehmerzahl in den ersten Monaten gegenüber dem vorherigen Modell deutlich gestiegen.

Die weiteren Preisträger in der Kategorie „kleine und mittlere Unternehmen“

2. Platz: KraussMaffei

Der Maschinenbauer hat seine bAV neu gestaltet und dabei das arbeitgeberfinanzierte Leistungsniveau erheblich aufgestockt. Die neue, ganzheitlich konzipierte Lösung integriert auch Arbeitnehmerbeiträge sowie eine von Anfang an mitgedachte vereinfachte Administration. Das kam gut an, wie das Unternehmen an der Wertschätzung für den neuen Pensionsplan sowie dem positiven Feedback der Mitarbeiter, aber auch „eindrucksvoll an den sehr hohen Beteiligungsquoten“ ablesen kann.

3. Platz: BRAND

Der Laborgerätehersteller setzt bei der Überarbeitung seiner bAV auf eine gemeinsame Finanzierung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Somit zeigt sich die bAV für Mitarbeiter als sehr wirkungsvolles Instrument der Altersvorsorge. „Die Zahl der Anmeldungen zum neuen bAV-Modell übertraf alle bisherigen Angebote in der bAV seit Einführung der arbeitnehmerfinanzierten bAV in den Unternehmen im Jahr 1985. Insgesamt ist die Verbundenheit zum Arbeitgeber und auch die Motivation der Mitarbeiter gestärkt worden“, berichtet das Unternehmen.

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