Basiswissen

So viel lassen wir uns die vorzeitige Rente kosten

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Eingestellt: 6. Dezember 2018 um 09:52   /   durch   /   Kommentare (0)

Die aktuellen Statistiken der Deutschen Rentenversicherung Bund belegen, dass die Deutschen gerne früher in Rente gehen – auch wenn sie dadurch finanzielle Einbußen hinnehmen müssen.

Anstatt bis zum gesetzlich festgelegten Renteneintrittsalter zu arbeiten, ziehen es viele Deutsche vor, vorzeitig in Ruhestand zu gehen. Von den 760.000 Personen, die 2017 in Rente gegangen sind, tat dies jeder Vierte vorzeitig. Das Durchschnittsalter der Neu-Rentner lag im Vorjahr im Schnitt bei 64,1 Jahren.

Abschläge werden in Kauf genommen

Wer vorzeitig in Rente gehen möchte, der bezahlt dies mit sogenannten Abschlägen. Pro Monat, der auf dem Weg zum Ruhestand abgekürzt wird, werden 0,3 Prozent abgezogen. Im letzten Jahr waren das pro Früh-Rentner im Schnitt 26 Monate bzw. eine Verminderung um 7,8 Prozent. Das macht sich auch im Portemonnaie bemerkbar: Die Abschläge der monatlich gesetzlichen Ruhestandsbezüge summieren sich zu einem Minus von brutto 84 Euro. Damit lag der durchschnittliche Rentenzahlbetrag für Altersrenten mit Abschlägen im Vorjahr bei 900 Euro.

Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland

Die Rente fällt in den neuen und alten Bundesländern unterschiedlich aus. In 2017 bekamen West-Frührentner mit Abschlägen im Schnitt 1.138 Euro ausgezahlt, bei den Ost-Frührentnern waren es 944 Euro. Die Rentnerinnen bekamen statistisch gesehen mit Abschlägen in Westdeutschland 739 Euro und in Ostdeutschland 832 Euro. Die durchschnittliche Höhe der Rentenminderung wegen Abschlägen lag bei den West-Männern mit 101 Euro brutto am höchsten, bei den West-Frauen mit 69 Euro am niedrigsten.

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Vorzeitiger Ruhestand ist besonders bei ostdeutschen Männern beliebt

Auch bei der Präferenz zum vorzeitigen Renteneintritt unterscheiden sich die Rentner in Ost- und Westdeutschland. Während im Westen nicht einmal jeder fünfte Mann diese Chance nutzt, ist sie in Ostdeutschland sehr beliebt und wird von fast jedem vierten Rentner in Anspruch genommen. Gleiches gilt für die Rentnerinnen: Von 75.775 Rentenneuzugängen in 2017 waren 28.580 Frührentnerinnen mit Abschlägen. Bei den westdeutschen Rentnerinnen gingen von insgesamt 323.945 neuen Rentnerinnen gerade mal 74.438 vorzeitig in Altersrente mit Abschlägen.

Bild: pixabay

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