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Neuer Rekord beim Rentenbezug

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Eingestellt: 30. November 2018 um 08:51   /   durch   /   Kommentare (0)

Die Deutschen werden immer älter. Damit beziehen sie auch immer länger Rente. Bei der Dauer des Rentenbezugs wurde mit 19 Jahren bei Männern und 23 Jahren bei Frauen aktuell ein neuer Rekord aufgestellt.

Die immer länger werdende Lebenserwartung ist eine gute Nachricht. Jedoch belastet die demografische Entwicklung auch die Sozialkassen. Die Dauer des Rentenbezugs steigt immer weiter an.

Durchschnittliche Lebenserwartung gestiegen

Die aktuellen Daten der Deutschen Rentenversicherung für 2017 liegen vor. Die durchschnittliche Länge des Bezugs von Renten wegen Alters insgesamt war noch nie so hoch wie jetzt. Das liegt natürlich an der gestiegenen Lebenserwartung. Wer 2017 geboren wird, der kann – als Mann – 84,3 Jahre alt werden. Für 2017 geborene Mädchen liegt die durchschnittliche Lebenserwartung statistisch gesehen bei 88,2 Jahre. Zugrunde liegt hier eine Modellrechnungen für Kohortensterbetafeln der Geburtsjahrgänge von 1871 bis 2017. Vergleicht man die Geburtenjahrgänge 2000 und 2017, dann ist die durchschnittliche Lebenserwartung eines Neugeborenen um 1 und 2,5 Jahre bei Jungen sowie 0,4 und 2 Jahre bei Mädchen gestiegen – abhängig davon, welche Trendvariante zugrunde gelegt wird.


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Rentenbezugsdauer steigt immer weiter

Behält man die demografische Entwicklung im Hinterkopf, ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Rentenbezug immer länger wird. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes liegt für den Geburtsjahrgang 1950 die fernere Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren bei fast 19 Jahren für Männer und fast 22,5 Jahren für Frauen. Vergleicht man hiermit den Geburtenjahrgang 2017 und legt die optimistischste Variante zugrunde, dann liegt die fernere Lebenserwartung um sieben (Frauen) bzw. acht (Männer) Jahre höher.

Auch die Zahlen des Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) bestätigen den Trend. Lag die durchschnittliche Rentenbezugsdauer, die sogenannte Rente wegen Alters, im Jahr 2016 noch bei 20,91 Jahren, so lag sie in 2017 schon bei 21,17 Jahren. Tendenz steigen – wie die Experten voraussagen.

Frauen haben die Nase vorn

Die Lebenserwartung der Frauen liegt höher als die der Männer. Daher beziehen sie auch deutlich länger Rente. Die aktuellen Zahlen des DRV belegen dies: Frauen beziehen 23 Jahre (22,78) Rente, Männer hingegen nur 19 Jahre (18,92). Auch hier ist der Zuwachs deutlich. Legt man die Zehnjahressicht zugrunde, liegt der Anstieg bei Männern bei fast drei Jahren, bei Frauen bei über zwei Jahren. Auch der Blick auf die Regelaltersrenten spiegelt das Bild wider. Nach im letzten Jahr erhobenen Daten bekamen Rentnerinnen im Schnitt 24,6 Jahre lang Rente, Rentner hingegen 20,95 Jahre lang. Im Vergleich zu 2007 macht das ein Plus von 2 Jahren bei Frauen und 1,5 Jahren bei Männern.

 

Bild: pixabay

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