Basiswissen, Private Altersvorsorge im Fokus

Ist Riester zu teuer und zu kompliziert

Anzeige

Eingestellt: 12. September 2018 um 10:49   /   durch   /   Kommentare (0)

Die FDP-Bundestagsfraktion hat eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung bezüglich der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge gerichtet. Konkret geht es um die Riester-Rente. Kritiker bemängeln, diese sei in der Verwaltung zu teuer und die Förderung zu kompliziert.

Trotz aller Kritik gibt es in Deutschland 16,6 Millionen Riester-Verträge. Die Auswahl ist groß: Man kann wählen zwischen Versicherungs-, Bankspar-, Investmentfondsverträgen und dem sogenannten Wohn-Riester. Bei den Verträgen werden – Schätzungen zufolge – 80 Prozent weiterhin regelmäßig bespart.

Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen – zu hohe Verwaltungskosten?

Geht es um Riester, wird Immer wieder auch Kritik an der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen, kurz ZfA, laut. Der Vorwurf: Der Bürokratieaufwand sei zu hoch. 1.512 Personen wurden dort 2015 und 1.510 Personen 2016 beschäftigt. Das zieht natürlich entsprechende Personalkosten nach sich. Im Jahr 2015 hat die ZfA 135,8 Millionen Euro ausgegeben, davon 107,3 Millionen für Personal. 2016 waren es 144,6 Millionen, wobei 113,2 Millionen Euro für Personal entfielen. Die Bundesregierung stuft den Verwaltungsaufwand allerdings als angemessen an und plant keine Verbesserung.

Kritik an Riester: Förderkonzept ist zu kompliziert

Ein weiterer Vorwurf an der Riester-Rente ist, dass sie insgesamt zu kompliziert sein. Für wen steht in welcher Höhe eine staatliche Förderung zur Verfügung? Immer wieder werden Zulagen zu Unrecht beantragt und müssen dann aufwendig zurückerstattet werden. In solchen Fällen regelt die ZfA die Rückforderungen. Wie oft dies in den letzten Jahren notwendig war, ist allerdings nicht bekannt. Kritiker fordern, dass das System vereinfacht wird.

Anzeige

Vorsorge fürs Alter

Die Deutschen wissen, dass sie sich nicht allein auf die gesetzliche Rente verlassen sollten. Wer es finanziell einrichten kann, der spart selbst fürs Alter, um sich eine auskömmliche Rente zu sichern. Riester hat dabei, trotz aller Kritik, einen festen Platz. Zwar ist die Zahl der Neu-Verträge in letzter Zeit stagniert, doch mit entsprechenden Anpassungen seitens der Politik, könnte diese Sparform einen Schub bekommen.

Unser TOP-Thema für Sie!

Wissen Sie über die private Altersvorsorge Bescheid? Nutzen Sie sie optimal, um fürs Alter selbst vorzusorgen und nicht auf die gesetzliche Rente angewiesen zu sein? In den Monaten September und Oktober ist „Private Altersvorsorge im Fokus“ unser TOP-Thema im dbr-Webmagazin. Wir informieren Sie zu Wissenswertem und den laufenden Neuigkeiten zu diesem Themenkomplex. Wie immer laden wir Sie ein, sich über die Kommentarfunktion der jeweiligen Beiträge an der Berichterstattung zu beteiligen und uns Ihre Meinung mitzuteilen.

Wir freuen uns auf Ihre Meinung und einen regen Austausch!

Das TOP-Thema „Private Altersvorsorge im Fokus“ interessiert Sie? Lesen Sie hier mehr dazu:

Bild: pixabay

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Kommentar
Name E-mail Website