Basiswissen

Die Rentenreform der Bundesregierung

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Eingestellt: 10. September 2018 um 11:31   /   durch   /   Kommentare (0)

Es ist allen klar, dass sich bei der Rente in Deutschland etwas tun muss. Lediglich über die notwendigen Schritte, wird gestritten. Die Bundesregierung hat nun eine Rentenreform auf den Weg gebracht, die drei wichtige Punkte umfasst: Doppelte Haltelinie, Mütterrente, Arbeitslosenversicherung.

Wer lange gearbeitet hat und in die Rentenkasse eingezahlt hat, aber auch, wer Kinder groß gezogen hat, der wünscht sich im Alter eine auskömmliche Rente. Um dies zu erreichen, hat die Bundesregierung nun an verschiedenen Stellschrauben gedreht.

Doppelte Haltelinie

Das Herzstück der Reform ist die sogenannte doppelte Haltelinie, also das Festschreiben des Rentenbeitrags und des Rentenniveaus. Bisher zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen Brutto-Beitrag von 18,6 Prozent zur Rentenversicherung. Dieser Beitrag soll bis 2025 nicht über 20 Prozent steigen. Was darüber hinaus finanziert werden muss, soll ein Rentenfonds auffangen. Dieser milliardenschwere Fonds wird von der Bundesregierung aufgelegt. Die Haltelinie beim Rentenniveau liegt bei 48 Prozent.

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Mütterrente

Mütter sollen bei der Rente besser gestellt werden – und das bereits ab dem ersten Kind. Frauen erhalten für Kinder, die vor 1992 geboren wurden, sechs Monate bzw. 0,5 Entgeltpunkt bei der Rente gutgeschrieben. Haben Frauen drei oder mehr Kinder geboren, wird ihnen ein voller Entgeltpunkt angerechnet. Das entspricht zur Zeit einem Rentenwert von 32,03 Euro Monatsrente für Westdeutschland und 30,69 Euro Monatsrente für Ostdeutschland.

Arbeitslosenversicherung

Die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung werden gesenkt. Der Beitragssatz soll zum Jahreswechsel um einen halben Punkt auf 2,5 Prozent des Bruttolohns sinken. Die Absenkung wird aber nur befristet gelten – bis zum Jahresende 2022. Für die gesetzliche Senkung um 0,4 Prozent gibt es bereits einen Entwurf über den im September noch entschieden werden soll. Darüber hinaus ist eine weitere Senkung, um einen weiteren Prozentpunkt, geplant. Diese soll in einer weiteren Verordnung zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.

Die Rente ist tot, es lebe die Rente

So vielversprechend der eine oder andere Punkt auch sein mag, wer die Rentendebatte verfolgt hat, der weiß: Einige der beschlossenen Maßnahmenpakets sind nicht neu, geschweige den revolutionär, sondern schon längst im Gespräch oder standen sogar im Koalitionsvertrag der Bundesregierung. Es bleibt trotzdem die Hoffnung, dass sich durch die neuen Veränderungen, die Lage der Rentner entspannt bzw. verbessert.

Bild: pixabay

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