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Achtung Arbeitgeber: Doppelzuschüsse bei der bAV vermeiden

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Eingestellt: 18. September 2018 um 07:34   /   durch   /   Kommentare (0)

Das Betriebsrentenstärkungsgesetz soll die betriebliche Altersversorgung (bAV) in Deutschland stärken. Arbeitgeber müssen aber aufpassen, dass sie nicht das Nachsehen haben, denn ihnen drohen in einigen Fällen Doppelzuschüsse.

Wer bereits freiwillig Förderungen zur bAV seiner Mitarbeiter zahlt, der sollte die Verträge zur Entgeltumwandlung genau prüfen und gegebenenfalls zeitnah anpassen. Andernfalls könnte er durch den Pflichtzuschuss doppelt belastet werden.

Zuschusspflicht kommt

Durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz ist ein verpflichtender Arbeitgeberzuschuss zur betrieblichen Altersversorgung der Arbeitnehmer in Höhe von 15 Prozent eingeführt worden. Ab 2019 gilt dieser Pflichtzuschuss für neue und ab 2022 für bestehende Verträge. Voraussetzung, die Policen werden nach §3.63 Abs. 3 EStG gefördert, d. h. die Entgeltumwandlung wird über einen so genannten externen Durchführungsweg (Pensionsfonds, Pensionskasse, Direktversicherung) durchgeführt.

Gefahr von Doppelzuschüssen

Die Höhe des Pflichtzuschusses kann auf die tatsächliche Sozialversicherungsersparnis durch die Entgeltumwandlung des Mitarbeiters reduziert werden. So ist es eigentlich vorgesehen. Doch unter Umständen kann ein Unternehmen bisher freiwillig gezahlte Zuschüsse nicht auf zukünftige Pflichtzuschüsse anrechnen lassen und müsste im schlimmsten Fall doppelt Zuschüsse zahlen. Dies ist auch unabhängig vom Umfang der Zuschüsse, also ob sie in voller Höhe von 15 Prozent gezahlt wurden oder in reduzierter Höhe.

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Vertragsprüfung und Vermeidungsmaßnahmen

Für Arbeitgeber ist die drohende Doppelbezuschussung ein großes finanzielles Problem. Doch so weit muss es nicht kommen. Arbeitgeber, die bereits jetzt einen freiwilligen Zuschuss zahlen, sollten nun die Zusagen genau prüfen. Durch Anpassung der Umwandlungsvereinbarungen können entsprechende Vermeidungsmaßnahmen eingeleitet werden. Jedoch ist Eile geboten. Wer Verträge erst 2019 anpasst, kann Probleme bekommen, weil die Anpassung einem Neuvertrag gleichkommt und entsprechend behandelt wird.

Bild: pixabay

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