Service & Tipps

So geht das Ausland mit der Niedrigzinsphase um

Anzeige

Eingestellt: 29. August 2018 um 09:35   /   durch   /   Kommentare (0)

In Deutschland geht die Angst um. Die Niedrigzinsphase hält weiter an und immer mehr Bürger sorgen sich um ihre Renten, Betriebsrenten oder Lebensversicherungen. Doch das müsste nicht sein, wie Beispiele aus dem Ausland zeigen.

Was können die Deutschen von anderen Ländern lernen, um dem Anlagenotstand zu entkommen? In Deutschland beklagen die Sozialkassen die anhaltende Niedrigzinsphase. In den USA erzielen die Staatsanleihen dennoch im Schnitt 3,2 Prozent Rendite, in Norwegen setzt der Staatsfonds erfolgreich auf Aktien und in England sind Arbeitgeber verpflichtet, eine bAV anzubieten. Könnten diese Ansätze auch in Deutschland helfen?

Beispiel USA: Ausgewählte Staatsanleihen

So unähnlich ist das US-amerikanische Management von Sozialkassen-Anlagemöglichkeiten gar nicht. Wie bei uns, gibt es in den USA strenge Auflagen. Die Rente wird über den Social Security Trust Fund bezahlt, der sich aus Steuergeldern finanziert. Der Fonds investiert jedoch nur in eine bestimmte Art von US-Staatsanleihen und diese werden nicht an den Märkten gehandelt. In Summe sind dort Anleihen für 2,9 Billionen Dollar verwaltet. Das Erfolgsmodell zahlt sich aus, der Fonds konnte im Vorjahr durchschnittlich 3,2 Prozent Rendite vorweisen. Erst im laufenden Jahr muss die US-Regierung erstmalig auf Reserven zurückgreifen, um laufenden Ansprüchen nachzukommen.

Anzeige

Beispiel Norwegen: Auf Aktien setzen

Der Ölfonds in Norwegen setzt größtenteils auf Aktien – mit nachhaltigem Erfolg. Nicht umsonst ist er der weltweit größte Fonds und verwaltet umgerechnet ca. 890 Milliarden Euro. Die Null- und Negativzinsen haben an der Erfolgsgeschichte nichts ändern können. Die norwegische Regierung erlaubt einen Aktienanteil von bis zu 70 Prozent. 25 Prozent dürfen in Staatsbonds und die verbleibenden fünf Prozent in Immobilien angelegt werden. Die Norwegen können mit diesem Mix eine herausragende Rendite erreichen, dabei allein 19,4 Prozent für das Aktiengeschäft. Auch für Deutschland raten Experten, Aktien stärker zu berücksichtigen. Langfristig sei damit immer Gewinn zu erzielen.

Beispiel Großbritannien: bAV-Pflicht für Arbeitgeber

In Großbritannien fällt die gesetzliche Rente insgesamt gering aus. Daher spielen private und betriebliche Altersversorgung eine große Rolle. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, eine bAV anzubieten. Es gibt 5.600 Kassen, die feste Pensionszusagen gegeben haben. Diese werden vom staatlichen Pension Protection Fund im Falle einer Insolvenz gesichert.

Bild: pixabay

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Kommentar
Name E-mail Website