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Minijobber sorgen für die Rente vor

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Eingestellt: 22. August 2018 um 08:00   /   durch   /   Kommentare (0)

Im Bewusstsein der Deutschen ist angekommen, dass sie selbst auch etwas für die Rente sparen müssen. 18,7 Prozent der Minijobber nutzen die Rentenversicherungs-Pflicht.

Das Model Minijob ist in Deutschland gut angenommen worden. 6,6 Millionen Deutsche arbeiten auf 450-Euro-Basis. Für sie gilt eine Rentenversicherungspflicht. Sie haben aber auch die Möglichkeit, sich davon befreien zu lassen. Doch sehr viele nutzen die Möglichkeit, ihren Ruhestand weiter abzusichern und Beiträge zu zahlen.

Minijobber im gewerblichen Bereich

Bei einem Minijob kommt es drauf an, in welchem Bereich er ausgeübt wird. Denn es fallen unterschiedlich hohe Arbeitnehmer-Beiträge für die Rente an. Wer im gewerblichen Bereich einen Minijob ausübt, der zahlt 3,6 Prozent seines Verdienstes und sichert sich damit das volle Rentenleistungspaket. Von den 1,24 Millionen Minijobbern in Deutschland nutzen – laut Quartalsstatistik der Minijob-Zentrale für die Monate Januar bis März dieses Jahres – 18,7 Prozent diese Möglichkeit.

Minijobber in Privathaushalten

Anders sieht es bei 450-Euro-Jobs in Privathaushalten aus. Hier müssen die Beschäftigten tiefer in die Tasche greifen, um ebenfalls die volle Rentenleistung zu erhalten. Anstatt 3,6 Prozent wie ihre Kollegen aus dem Gewerbe, müssen Minijobber in Privathaushalten 13,6 Prozent ihres Gehaltes als Beitrag für die Rentenversicherung abgeben. Trotz der schlechteren Konditionen nutzten im März dieses Jahres 14,4 Prozent diese Möglichkeit.

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Vorteile der Versicherungspflicht

Die Minijobber, die sich nicht vom Arbeitnehmer-Anteil befreien lassen, sparen aktiv für ihre Rente und sichern damit ihren Ruhestand finanziell ab. Es gibt aber auch noch weitere Vorteile. Wer krank wird, der hat als Pflichtversicherter Anspruch auf medizinische Leistungen oder eine berufliche Reha. Auch ein Übergangsgeld bei einer länger dauernden stationären Reha-Maßnahme oder nach Ende der gesetzlichen Lohnfortzahlung steht den Pflichtversicherten zu. Wer erwerbsunfähig wird, hat außerdem Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente. Auch die staatliche Förderung eines Riester-Vertrages ist damit möglich oder auch, sich einen Teil des Gehaltes für eine betriebliche Altersversorgung umwandeln zu lassen.

Wichtig: Selbst für die Altersvorsorge kümmern

Obwohl die Minijobber im Vergleich finanziell schlechter stehen als jemand, der Vollzeit arbeitet, machen Viele bei der Altersvorsorge scheinbar alles richtig. Sie verlassen sich nicht auf den Arbeitgeber-Anteil, sondern zahlen auch noch ihren eigenen Anteil zur Rente. Insgesamt ist bei der Altersvorsorge Eigeninitiative gefragt. Experten raten seit Langem, dass Arbeitnehmer aktiv werden müssen und selbst für die Rente sparen sollen, um ihren Lebensstandard auf im Ruhestand halten zu können. Das geht zum Beispiel über die betriebliche Altersversorgung oder eine private Altersvorsorge. Wer hier aktiv wird, der muss sich nicht allein auf die gesetzliche Rente verlassen.

Bild: pixabay

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