Bestandsaufnahme: Stellenwert bAV, Service & Tipps

Zwang erwünscht – Deutsche befürworten Opt-out in der Altersvorsorge

Anzeige

Eingestellt: 5. Juli 2018 um 07:41   /   durch   /   Kommentare (1)

Diejenigen, die eigentlich zu wenig für ihre eigene Altersvorsorge tun, wissen es meistens auch ganz genau. Sie schieben die Gedanken an die finanzielle Situation im Ruhestand weg oder geben das Geld lieber heute für etwas anderes aus. Gegen ein bisschen Zwang – etwa in Form des neuen Opt-out-Modells bei der betrieblichen Altersversorgung – haben sie aber nichts einzuwenden.

Die gesetzliche Rente wird nicht für alle den Ruhestand sichern – da sind sich die Experten einig. Daher sind die Deutschen gefragt, selbst fürs Alter zu sparen, um dann ihren Lebensstandard weiter halten zu können. Trotz dieses Wissens und der weit verbreiteten Angst vor Altersarmut tun sich Viele aber dennoch schwer damit. In einer Umfrage der Fondsgesellschaft Fidelity International kam nun raus, dass zwei von drei Befragten zu ihrer Altersvorsorge gezwungen werden möchten.

Betriebsrente für alle

Das Gute: Diesen Zwang zur Altersvorsorge hat die Politik mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz, das zum 01.01.2018 in Kraft getreten ist, bereits vorgesehen. In dem Gesetz ist das so genannte Opt-out-Modell verankert. Damit wird gesichert, dass alle Arbeitnehmer eine Betriebsrente erhalten. Wer dies nicht möchte, der muss dieser Form der Altersvorsorge explizit widersprechen. Die Politik hat damit die Sachlage einfach umgedreht. Bisher gab es keine automatische Betriebsrente. Jetzt muss man sich nicht melden, wenn man fürs Alters selbst und zusammen mit seinem Arbeitgeber sparen möchte, sondern wenn man genau dies nicht möchte.

Skepsis gegenüber privater Altersvorsorge

Insgesamt tun sich die Deutschen allerdings schwer mit dem Sparen für das Alter. Ihnen steht oft ihr eigenes Sicherheitsbedürfnis im Weg. Immer wieder bestätigen Studien, dass in Deutschland Garantien wichtiger sind als Rendite. Rein logisch und rechnerisch betrachtet ist das verwirrend, denn durch die Sicherheitsauflagen geht oft die Rendite – die finanzielle Sicherheit also – verloren. Besser wäre es, voll und ganz auf renditestarke Anlageformen wie Aktien zu setzen und damit den Lebensstandard im Ruhestand zu sichern. Doch mit Aktien tut sich die Deutschen nach wie vor schwer. Dabei ist das heute in der anhaltenden Niedrigzinsphase fast die einzige Form des Sparens, die zum Erfolg führt.

Anzeige

Unser TOP-Thema für Sie!

Kennen Sie sich mit der betrieblichen Altersversorgung kurz bAV aus? Kennen Sie die Vorteile und Möglichkeiten einer bAV? In den Monaten Juli und August lautet unser TOP-Thema im dbr-Webmagazin „Bestandsaufnahme: Stellenwert bAV“. Wir stellen Ihnen alles Wissenswerte rund um diese Form der Altersvorsorge vor. Wie immer laden wir Sie ein, sich über die Kommentarfunktion der jeweiligen Beiträge an der Berichterstattung zu beteiligen.

Wir freuen uns auf Ihre Meinung und einen regen Austausch!

Das TOP-Thema „Bestandsaufnahme: Stellenwert bAV“ interessiert Sie? Lesen Sie hier mehr dazu:

Bild: pixabay

Kommentare (1)

Schreiben Sie einen Kommentar

Kommentar
Name E-mail Website

  • 5. Juli 2018 um 07:48 Karin P. aus Passau

    Ich finde das neue Modell auch gut, denn tatsächlich sparen die Deutschen jetzt mehr für ihre Rente. Manchmal ist ein kleiner Schups von Vater Staat doch ganz hilfreich.

    Reply