Basiswissen, Renten-Fakten/Renten-Märchen

In Deutschland nimmt die Altersarmut wieder zu

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Eingestellt: 4. April 2018 um 09:00   /   durch   /   Kommentare (1)

Deutschland ist ein reiches Land. Aber trotzdem geht es nicht allen gut. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen es: Die Anzahl der Menschen, die auf Grundsicherung im Alter oder Erwerbsminderung angewiesen sind, ist im letzten Jahr gestiegen.

Zunächst schien das Schreckgespenst Altersarmut gebannt zu sein. In den Jahren 2015 und 2016 ist die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung zurückgegangen. Doch nun eine Wende in der Entwicklung, die Zahlen steigen wieder. 2017 waren 1.058.827 Personen auf besagte Hilfe vom Staat angewiesen. In 2016 waren es immerhin nur 1.025.903 Menschen. Das ist eine Steigerung um 3,2 Prozent. Höchste Zeit, dass die Politik effektive Schritte in die Wege leitet, um Altersarmut nachhaltig zu bekämpfen.

Rentner trifft es besonders hart

2014 wurde bei der Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung zum ersten Mal die Millionen-Grenze überschritten. Nachdem die Zahlen danach rückläufig waren, sind sie nun erneut angestiegen. Besonders bitter ist das für Rentner, denn während Jüngere oft noch in der Lage sind, auf ihre Situation einzuwirken, sind Ältere sehr häufig körperlich nicht in der Lage zum Beispiel eine Teilzeitstelle auszufüllen, um ihre finanzielle Situation zu verbessern. Von den betroffenen Personen waren 2017 544.090 Rentner. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 18.495 Rentner mehr (2016: 525.595). Auch in der Gruppe ab 18 Jahren ist die Anzahl der voll erwerbsgeminderten Grundsicherungsbezieher gestiegen, sie lag 2016 noch bei 500.308 und liegt für 2017 bei 514.737.

Dauerthema Altersarmut

Ganz unabhängig von den Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist das Thema Altersarmut aktuell wie eh und je. Die Politik ist gefordert, die gesetzliche Rente so zu gestalten, dass sie den Menschen auch im Alter und bei Erwerbsminderung existentielle Sicherheit gibt. Verschiedene politische Gruppen werfen dafür immer wieder neue Lösungsansätze in die Diskussion, sei es die Anhebung des Rentenniveaus oder die Abschaffung der Abschläge bei der Erwerbsminderungsrente. Nichts desto trotz ist auch jeder Einzelne gefragt, selbst für den Ruhestand vorzusorgen. Experten weisen immer wieder darauf hin, dass die gesetzliche Rente im Alter nicht für alle Deutschen den Lebensstandard sichern wird. Daher ist es ratsam, selbst aktiv zu werden und über eine private Altersvorsorge oder betriebliche Altersversorgung jeden Monat einen bestimmten Betrag fürs Alter zu sparen.

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Bild: pixabay

 

Kommentare (1)

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Kommentar
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  • 4. April 2018 um 09:05 Karin P.

    Wenn man das liest, dann kriegt man Angst vor dem Alter. Ich sorge jetzt privat vor und hoffe, dass für mich Altersarmut kein Thema sein wird.

    Reply