bAV-Branche

Ausfinanzierungsgrad der DAX-Pensionswerke auf Rekordhoch

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Eingestellt: 3. April 2018 um 09:08   /   durch   /   Kommentare (0)

Den DAX-Konzernen geht es gut. Das zeigt sich auch bei den Pensionswerken. Nicht nur ist das Pensionsvermögen auf fast 260 Milliarden Euro angestiegen, auch der Ausfinanzierungsgrad der DAX-Pensionswerke ist so hoch wie seit 10 Jahren nicht mehr.

Die betriebliche Altersversorgung (bAV) hat in den Unternehmen mittlerweile eine große Bedeutung. Längst wird die bAV als Mittel für Mitarbeitergewinnung und
-bindung genutzt. Von modernen bAV-Lösungen profitieren also nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die Unternehmen selbst. Der hohe Stellenwert der bAV zeigt sich in den Unternehmen auch an den steigenden Dotierungen der Pensionswerke, sie sind von 10,6 Milliarden auf 13,1 Milliarden Euro gestiegen.

BRSG – Segen und Fluch gleichzeitig

Durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) erhoffen sich Experten nochmal einen weiteren Schub für Betriebsrenten. Das Gesetz, das zum 01.01.2018 in Kraft getreten ist, setzt weitere Impulse, um die bAV in Deutschland insgesamt zu stärker. Nur ein Aspekt stört die Unternehmen: Der steuerliche Rechnungszins für Pensionsverpflichtungen ist mit 6 Prozent weiterhin sehr hoch. Betroffen sind davon Arbeitgeber, die für die bAV eine Direktzusage anbieten. Hinzu kommt die aktuelle Niedrigzinslage, zusammen mit dem hohen Rechnungszins sind diese Unternehmen doppelt benachteiligt. Sie müssen Gewinne versteuern, die sie handelsrechtlich gar nicht erzielt haben und verlieren dadurch deutlich an Liquidität.

Studie zur Lage der DAX-Pensionswerke

Wie die Lage der bAV in DAX-Unternehmen konkret aussieht, hat nun die Studie „DAX-Pensionswerke 2017“ untersucht. Das Unternehmen Willis Towers Watson hat für die Studie Geschäftsberichte sowie Anhangangaben zu den Pensionsverpflichtungen und weitere öffentlich einsehbare Unterlagen ausgewertet. Von insgesamt 24 DAX-Unternehmen lagen bis zum 19. März 2018 die Daten vor, bei 6 weiteren Unternehmen wurden auf Basis der Vorjahreszahlen Hochrechnungen erstellt und für die Studie ebenfalls berücksichtigt.

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Seit 10 Jahren höchster Ausfinanzierungsgrad

Im Jahr 2017 sind die Pensionsverpflichtungen der DAX-Unternehmen um 4,1 Prozent auf 381 Milliarden Euro (2016: 397 Milliarden Euro) gesunken. Gleichzeitig ist das Pensionsvermögen um 3,2 Prozent auf 258 Milliarden Euro (2016: 250 Milliarden Euro) gestiegen. Der Zuwachs erklärt sich zum einen mit den guten Erträgen beim Planvermögen und zum anderen mit den hohen Dotierungen der Pensionswerke. Der Rückgang der Verpflichtungen lässt sich mit dem leichten Anstieg des IAS-Rechnungszinses auf jetzt 1,9 Prozent erklären. Insgesamt stieg damit der spezifische Ausfinanzierungsgrad im Vorjahr im Vergleich zu 2016 um 5 Prozentpunkte auf 68 Prozent und markiert damit den höchsten Stand seit zehn Jahren.

Bild: pixabay

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