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Gerade wieder hoch im Kurs: Gesetzliche Rente

Eingestellt: 9. Januar 2018 um 07:10   /   durch   /   Kommentare (1)

Die gesetzliche Rente wurde lange Zeit kritisch gesehen. Doch nun wendet sich das Blatt. Nicht zuletzt, weil es der Rentenkasse finanziell gut geht und auch die nächste Rentenerhöhung in 2018 folgt. Und tatsächlich kann man mit zusätzlichen Zahlungen gegebenenfalls mehr Rendite rausholen.

Die gesetzliche Rente ist die erste Säule, auf der die Altersvorsorge in Deutschland ruht. Daneben gibt es noch die betriebliche Altersversorgung (bAV) und die private Altersvorsorge. Der gesetzlichen Rente wurde schon lange nicht mehr so richtig über den Weg getraut. Die politischen Diskussionen und die omnipräsente Aussage, dass die Rente nicht reichen wird im Alter, haben ihren Teil dazu beigetragen. Aktuell wendet sich aber die finanzielle Lage der Rentenkasse, die Renten sind gestiegen und die Rentner haben eine weitere Rentenerhöhung von 3 Prozent in 2018 in Aussicht. Damit steigt insgesamt auch die angeschlagene Reputation der ersten Säule der Altersvorsorge.

Gute Prognose für die gesetzliche Rente

Die fetten Jahre sollen laut Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung auch weiter anhalten. Experten schätzen, dass noch sechs weitere gute Rentenjahre, in denen die Renten steigen und das Rentenniveau stabil bleibt, folgen werden. Bis 2023 ist die Rente also erst einmal tatsächlich sicher. Und nicht nur das, Experten raten, die guten Jahre dafür zu nutzen, Extrageld in die Rentenkasse einzuzahlen, um ihm Ruhestand weiter zu profitieren.

Rentenansprüche aufstocken                           

Bereits ab dem 50. Lebensjahr kann man seine spätere Rente aufstocken. So können zum Beispiel Abschläge, wenn man früher in Rente gehen möchte, aufgefangen werden. Bei einem vorzeitigen Eintritt in den Ruhestand belaufen sich die Abschläge auf 0,3 Prozent je Monat, in dem vor Erreichen der Regelaltersgrenze in Rente gegangen wird. Auch Frührentner können nun durch Extrazahlungen diese Abschläge mindern. Sie können zwei Mal im Jahr Ausgleichsbeträge in die Rentenkasse einzahlen. Wie hoch diese Beträge am besten sind, um eine drohende Rentenminderung auszugleichen, erfährt man auf Anfrage bei der Rentenversicherung.

Freiwillig rentenversichert – das kann sich lohnen

Wer nicht pflichtversichert in der Rentenversicherung ist, der kann sich freiwillig dort versichern lassen. Das ist auch möglich, wenn bisher kein Rentenanspruch erworben wurde. Und seit 2017 können dies auch Frührentner so machen. Bisher nutzen 290.000 freiwillig Versicherte diese Möglichkeit. Sie überweisen monatlich den Mindestbeitrag von 84 Euro im Monat und erhalten damit einen Anspruch auf eine Altersrente oder eine Erwerbsminderungsrente.

Rentenversicherung als Geldanlage

Als freiwillig Versicherter kann man monatlich bis zur Höchstgrenze von 1.209 Euro monatlich Beiträge leisten. Zahlt man den Höchstbeitrag für ein volles Jahr, hat man später Anspruch auf eine monatliche Rente von 64 Euro – und das ein Leben lang, unabhängig von der eigenen Lebenserwartung. Im Todesfall können die Rentenzahlungen von Hinterbliebenen übernommen werden. Ein Modell, das sich durchaus auszahlt. Die Geldanlage in der Rentenversicherung bringt langfristig eine Rendite von zwei bis drei Prozent und ist dabei sehr sicher. In der aktuellen Niedrigzinsphase ein durchaus lohnendes Geschäft. Das haben auch andere erkannt: 2014 haben 3.803 Personen diese Möglichkeit genutzt, 2015 waren es mit 5.045 Personen bereits 33 Prozent mehr. Zahlen für 2016 liegen noch nicht vor, doch Experten gehen von einer weiteren Steigerung aus.

Bild: pixabay

Kommentare (1)

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Kommentar
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  • 9. Januar 2018 um 07:15 Heike L.

    Das ist in der Theorie schön und gut, aber nicht jeder kann sich solche zusätzlichen Leitungen leisten. Ich bleibe da lieber bei meiner Betriebsrente…

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