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Rentensparen: Sicherheit versus Rendite

Eingestellt: 20. Dezember 2017 um 09:29   /   durch   /   Kommentare (0)

Die Deutschen sparen nicht klug fürs Alter. Während renditeschwache Sparformen wie das Sparbuch weiterhin beliebt sind, lassen die meisten Deutschen Aktien und damit größere Renditechancen ungenutzt.

Die Angst davor, im Alter den Lebensstandard nicht mehr halten zu können, ist weit verbreitet. Experten zufolge auch zu Recht. Also sparen die Deutschen für den Ruhestand. Doch dabei kann man Vieles falsch machen. Wie eine repräsentative Umfrage des Instituts Forsa unter 1.000 Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 79 Jahren belegt, wird dabei zu wenig auf Renditechancen geachtet.

Sorge um die finanzielle Situation im Alter

Die Warnungen der Experten scheinen bei den Deutschen angekommen zu sein. Früher konnten sich die Deutschen auf die Rente verlassen. Nun sieht die Situation anders aus. Politische Diskussionen und anhaltende Niedrigzinsphase schärfen außerdem das Problembewusstsein. Fast jeder vierte der Befragten geht davon aus, dass die gesetzliche Rente und private Vorsorge im Alter nicht ausreichen wird, um den eigenen Lebensstandard halten zu können. Fast jeder Zweite befürchtet, dass er sich im Ruhestand finanziell einschränken muss. Nur jeder Vierte ist zuversichtlich, dass das Geld im Alter reicht.

Sicherheit schlägt Rendite

Um das drohende Problem zu lösen, sparen die Deutschen für die Rente. Neun von zehn Befragten legen Geld fürs Alter zurück, um ein Polster zu haben. Jedoch hat sich das Sparverhalten der Deutschen der Lage auf dem Finanzmarkt nicht angepasst. Die Zinsen für Spareinlagen sind so stark gesunken, dass sich viele ehemalige Sparformen einfach nicht mehr lohnen. Ein Beispiel dafür ist das Sparkonto, das aber nach wie vor und gerade von Jüngeren bis 29 Jahren genutzt wird. Fast zwei Drittel nutzen solche Sparformen. Gefolgt von Lebensversicherungen, Immobilien, betriebliche Altersversorgung (bAV) und Rentenversicherungen inklusive der staatlich geförderten Riester-Rente.

Angst vor Aktien

Aktien hingegen, die noch lohnenswerte Renditen abwerfen, lassen die meisten Deutschen links liegen. Die Sicherheitsbedenken sind einfach zu groß. Für Finanzexperten ist das unverständlich, bieten Wertpapiere doch langfristig die beste Chance auf Rendite. Damit wäre das die ideale Sparform für Jüngere. Allerdings vertraut gerade diese Altersgruppe mit 12 Prozent besonders wenig den Aktien. Ältere hingegen sind fast doppelt so stark im Aktiensparen vertreten. Fragt man nach den Gründen, warum gerade vor Aktien zurückgeschreckt wird, werden Unkenntnis über die Renditemöglichkeiten und Unsicherheit zum Beispiel auf Grund der Kursschwankungen angegeben. 58 Prozent meinen sogar, dass Aktien eine unkontrollierbare Gefahr darstellen würden.

 

Bild: pixabay

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