bAV-Branche, Ein Blick über den Tellerrand

American Way of Ruhestand

Eingestellt: 19. Dezember 2017 um 10:51   /   durch   /   Kommentare (0)

Wirtschaftsexperten schauen immer wieder voller Sorge in Richtung USA. Die Weichen, die Donald Trump stellt, finden längst nicht bei allen Zustimmung. Wie verhält es sich dabei mit den Rentnern in den USA?

In den Renten-Statistiken wird nicht vermerkt, ob ältere Arbeitnehmer, die nach der Regelarbeitszeit noch arbeiten, dies tun, weil sie müssen oder weil sie es sich wünschen. Doch davon unabhängig, sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache: In den USA arbeiten sehr viele Menschen weit über das Renteneintrittsalter hinaus.

Living in the USA

Es ist bekannt, dass es in den USA keine starken sozialen Sicherheitsnetze gibt, die Menschen, die in Not geraten, auffangen. Das gilt zum Beispiel für das Gesundheitssystem genauso wie für die Altersvorsorge. Unter dem US-Präsidenten Trump hat sich die Situation der Älteren deutlich verschlechtert, wobei der Trend schon weit vor ihm eingesetzt hat. Haben 1996 noch 4,7 Prozent der Über-75-Jährigen gearbeitet, waren es 2006 bereits 6,4 Prozent und sind es aktuell 8,4 Prozent – so die Zahlen des Bureau of Labor Statistics. Setzt sich dieser Trend fort und rechnet man die Entwicklung ungebremst weiter hoch, so wird die Quote im Jahr 2016 bei 10,8 Prozent liegen. Da es immer mehr ältere Menschen gibt, steigt diese Zahl sowohl absolut als auch relativ.

US-Amerika-weiter Trend: Arbeiten im Rentenalter

Nicht nur die ganz alten US-Amerikaner arbeiten noch, auch die Über-65-Jährigen, die das Rentenalter erreicht haben, gehen weiter arbeiten. 2016 waren es 19 Prozent und damit 4 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders betroffen sind dabei die Männer: 2016 haben 37 Prozent der 65-69-Jährigen weiterhin gearbeitet – im Gegensatz dazu nur 28 Prozent der Frauen in dieser Altersgruppe. Die Zahl der berufstätigen männlichen Rentner soll nach Expertenmeinung weiter steigen und 2026 bei 40 Prozent liegen.

Der Rollenwandel…

Experten, die diese Zahlen zu analysieren versuchen, vermuten nun, dass Männer, die im Rentenalter noch arbeiten, dies überwiegend tun, weil sie finanziell dazu gezwungen sind. Wohingegen Frauen, die immer bessere Jobs erhalten, dies inzwischen tun, weil sie sich in Führungspositionen weiterhin verwirklichen möchten oder weil sie selbstständig sind. Wie stichhaltig diese Analyse ist, lässt sich aufgrund der aktuellen Datenlage aber nicht mit Sicherheit sagen.

Ganz anders in Deutschland

Die beschriebene Situation unterscheidet sich stark von der Situation der Rentner in Deutschland. Zwar ist auch hier immer wieder die Rede von Altersarmut und die Gruppen, die besonders betroffen sind, werden immer wieder ermahnt, sich in Eigenregie um eine zusätzliche Altersvorsorge in Form von betrieblicher Altersversorgung (bAV) oder privater Altersvorsorge zu kümmern. Doch das soziale Sicherheitsnetz ist in Deutschland sehr stark und garantiert zum Beispiel eine Grundsicherung im Alter. Das spiegeln auch die Zahlen wider: Arbeiten in den USA 32,2 Prozent der 65-74 Jährigen, sind es in Deutschland lediglich 11 Prozent.

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Bild: pixabay

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