Digitalisierung

Wie die Digitalisierung den deutschen Arbeitsmarkt verändert

Eingestellt: 13. September 2017 um 11:48   /   durch   /   Kommentare (0)

Durch die Digitalisierung steht die Arbeitswelt in Deutschland vor einer großen Herausforderung. Arbeitsschritte und Prozesse werden sich ändern – nicht ruckartig, aber nach und nach. Auch der demografischen Entwicklung kommt bei der Umwälzung des Arbeitsmarktes eine entscheidende Rolle zu.

Die fortschreitende Digitalisierung hat nicht nur Befürworter unter den Arbeitnehmern. Viele Deutsche haben Angst um ihren Arbeitsplatz. Dabei birgt die Digitalisierung sehr viele Vorteile für Unternehmen. Klar ist aber auch, dass sich das Arbeitsumfeld durch digitale Prozesse ändert und sich damit die Anforderungen an die Arbeitnehmer wandeln. Genau das bereitet vielen Arbeitnehmern, besonders den älteren, Sorgen. Der Ruf nach Facharbeitern wird zukünftig noch lauter. Experten des Basler Forschungsinstituts Prognos warnen, dass bis 2040 3,3 Millionen Facharbeiter fehlen könnten. Gleichzeit wird sich der Arbeitsmarkt auf Grund des demografischen Wandels stark ändern – Sichtwort Überalterung. Die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter wird weiter stark sinken, bis zum Jahr 2040 um gut zehn Prozent. Selbst der Zuzug von Arbeitskräften aus dem Ausland wird die Lücke nicht schließen können. Demografen rechnen mit jährlich 200.000 Menschen, die in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden.

Werden Berufe „wegdigitalisiert“?

An die Arbeitnehmer werden durch den digitalen Wandel zukünftig andere Anforderungen gestellt. Jetziges Fachwissen kann durch die sich schnell weiterentwickelnde Technologie bald veraltet sein. Auch bestimmte Berufe werden nach und nach an Bedeutung verlieren bzw. nicht mehr von Menschen ausgefüllt werden. Die Prognos-Experten nennen als Beispiel Sicherungs- und Überwachungstätigkeiten aber auch Lastwagenfahrer und Packer. Einige Berufsgruppen müssen damit rechnen, dass ihre Arbeit künftig von Robotern und Automaten erledigt wird. Auch Buchhalter, Kreditsachbearbeiter und Immobilienmakler werden von den Studienautoren genannt, denn hier drängen bereits jetzt elektronische Systeme in den Markt.

Wer profitiert von der Digitalisierung?

Wo auf der einen Seite Berufe wegfallen, entstehen auf der anderen Seite aber auch neue Berufe. Trotz der Umwälzung des Arbeitsmarktes sehen die Experten vor allem die Vorteile der Digitalisierung. Nur mit Hilfe der Digitalisierung kann Deutschland international mithalten und sich wirtschaftlich durchsetzen. Das gilt sowohl für ein international tätiges Unternehmen, das große Maschinen in der Produktion einsetzt, als auch für einen mittelständigen Betrieb, der zum Beispiel seine Personalabteilung digitalisiert. Durch digitale Lösungen werden Prozesse standardisiert, können schneller und effektiver abgearbeitet werden und sind dabei oft noch kostengünstiger.

Diese Vorteile treffen zum Beispiel auch auf eine digitale bAV zu. Das komplexe Feld der betrieblichen Altersversorgung (bAV) kann bereits heute durch digitale Lösungen einfacher gestaltet werden – eine Forderung, die Experten seit langer Zeit stellen. Das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz hat nicht dazu beigetragen, die bAV weniger kompliziert zu gestalten. Doch digitale Prozesse können das schaffen. Nicht nur erfolgt die Abwicklung der bAV, an der verschiedene Abteilungen und Dienstleiter beteiligt sind, durch digitale Workflows einfacher. Auch die Versicherungsnehmer können in den Prozess integriert werden, indem sie zum Beispiel selbst Übersichten anfordern können – einfach per Mausklick – oder eigenständig Änderungen durchgeben.

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„Digitalisierung“ wird in den Monaten September und Oktober das TOP-Thema im dbr-Webmagazin sein. Wir werden Sie in verschiedenen Berichten umfänglich dazu informieren und verschiedene Facetten der Digitalisierung beleuchten. Diskutieren Sie mit und nutzen die Kommentarmöglichkeit bei den Beiträgen. Wir freuen uns auf Ihre Meinung und einen regen Austausch!

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Bild: pixabay

 

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