bAV-Branche

Wege aus der Doppelverbeitragung in der bAV

Eingestellt: 26. September 2017 um 09:30   /   durch   /   Kommentare (0)

Da sind einige Besucher einer Wahlkampfveranstaltung der SPD in Berlin hellhörig geworden. Andrea Nahles hat sich zur Doppelverbeitragung der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) geäußert. Sie abzuschaffen, so Nahles, sei machbar, würde aber zu höheren Beiträgen führen.

Vielen ist sie seit langem ein Dorn im Auge, die Doppelverbeitragung in der bAV. Die meisten Rentner sind enttäuscht, einige empört, aber alle zusammen sind sie machtlos gegen die Doppelverbeitragung. Im Rahmen des Betriebsrentenstärkungsgesetzes, welches zum 01.01.2018 in Kraft tritt, wird sie immerhin bei der Riester-Rente abgeschafft. Für die meisten Rentner ist das schon mal ein guter Anfang. Aber sie fordern auch die Abschaffung der Doppelverbeitragung bei allen bAV-Rentenleistungen.

Ohne Doppelverbeitragung gibt es höhere Beiträge

Nahles erklärte, dass sie die Änderung in der Riester-Rente selbst entscheiden konnte, weil sie hierfür ein entsprechendes Budget von 100 Mio. Euro in ihrem Etat bereitgestellt hatte. Für die allgemeine Abschaffung der Doppelverbeitragung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und Pflegeversicherung hätte es aber die Zustimmung von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) geben müssen. Und die kam nicht. Wer eine Abschaffung der Doppelverbeitragung fordert, der müsse mit einer Steigerung der GKV-Beiträge um etwa 0,3 Prozentpunkte rechnen.

Nahles sprach sich für die Abschaffung der Doppelverbeitragung aus

Laut Nahles würde die Abschaffung der Doppelverbeitragung den sozialen Frieden im Land stärken. Wäre da nur nicht die Kostenfrage. Die Weichen für eine mögliche Veränderung werden am 24. September gestellt. Hier kann der Wähler selbst entscheiden, welches Programm – ob mit oder ohne Abschaffung der Doppelverbeitragung in der bAV – ihm am ehesten zusagt.

 

Quelle: BMAS/Knoll

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