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Welche Verbesserungen bringt das BRSG?

Eingestellt: 27. Juli 2017 um 09:09   /   durch   /   Kommentare (0)

Das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) kommt, das steht fest. Die Änderungen werden zum 01.01.2018 in Kraft treten. Wer profitiert von den Änderungen in welcher Weise? Das dbr-Webmagazin hat genau hingeschaut…

Auch wenn die Zustimmung verhalten und die Kritik ungebrochen ist, das Betriebsrentenstärkungsgesetz hat auch verschiedene Verbesserungen im Gepäck. Das fängt zum Beispiel mit der Förderung und neuen Zuschüssen an.

Angehoben: Steuerfreier Höchstbetrags bei der Entgeltumwandlung

Bei externen Durchführungswegen, also Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds, erhöht sich die steuerfreie Zuführung. Die Beitragsbemessungsgrenze lag bisher bei 4 Prozent zuzüglich 1.800 Euro (West) und wird auf 8 Prozent erhöht. Insgesamt wird der steuerfreie Dotierungsrahmen zu einer einheitlichen prozentualen Grenze zusammengefasst. Der sozialversicherungsfreie Höchstbetrag bleibt aber bei vier Prozent.

Gesichert: Zuschuss vom Arbeitgeber bei der Entgeltumwandlung

Die Entgeltumwandlung erfreut sich bei der betrieblichen Altersversorgung (bAV) einer hohen Beliebtheit. Arbeitnehmer erhalten dabei ab 2019 15 Prozent des Umwandlungsbetrags als Zuschuss von ihrem Arbeitgeber – soweit dieser Sozialversicherungsbeiträge eingespart hat. Für alte Verträge und bei externen Durchführungswegen greift die Neuerung erst ab 2022.

Neu: staatlicher bAV-Förderbetrag

Auch durch eine staatliche Förderung soll die bAV weiter gestärkt werden. Dabei handelt es sich beim bAV-Förderbeitrag um einen staatlichen Zuschuss, vom dem Arbeitnehmer profitieren. Sie können diese Förderung in Ansprach nehmen, wenn sie ein Jahreseinkommen von bis zu 26.400 Euro haben. Maßgeblich sind die Verhältnisse zum Zeitpunkt der Beitragsleistung. Die jeweilige Förderung liegt dann bei 72 bis 144 Euro.

Keine Anrechnung von bAV-Leistungen auf Grundsicherung

Wird es im Alter finanziell knapp, greift die Grundsicherung. Die bAV-Leistungen werden aber nicht auf die Grundsicherung angerechnet. Aktuell können Leistungsberechtigte ab 2018 maximal 204,50 Euro als Freibetrag geltend machen.

Mehr Geld beim Riestern

Auch bei den Riester-Verträgen tut sich was. Die staatliche Zulage wird angehoben: Ab 2018 liegt die Förderung nicht mehr bei 154, sondern 175 Euro pro Jahr. Außerdem entfällt bei betrieblichen Riester-Renten in der Auszahlungsphase zukünftig die Beitragspflicht zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Damit werden betriebliche Riester-Verträge auf eine Stufe mit privaten Riester-Verträgen gestellt.

 

Unser TOP-Thema für Sie!

„Hintergrundwissen bAV“ wird in den Monaten Juli und August das TOP-Thema im dbr-Webmagazin sein. Wir werden Sie hier in verschiedenen Berichten zur bAV und zum Betriebsrentenstärkungsgesetz umfänglich informieren. Diskutieren Sie mit und nutzen die Kommentarmöglichkeit bei den Beiträgen. Wir freuen uns auf Ihre Meinung und einen regen Austausch!

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Bild: pixabay

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