Demografie

Lebenserwartung – das eigene Leben in Zahlen

Eingestellt: 31. Mai 2017 um 09:22   /   durch   /   Kommentare (0)

Geht es um die eigene Lebenserwartung, tippen die meisten Menschen falsch. Sie leiten ihre Lebenserwartung von der ihrer Eltern und Großeltern ab und vernachlässigen dabei den Einfluss gegenwärtiger Faktoren wie medizinische Versorgung oder auch Bildung.

Experten sind sich einig, dass viele verschiedene Faktoren zur eigenen Lebenserwartung beitragen. Neben den reinen gesundheitlichen Aspekten wie das Vorliegen von Krankheiten oder das Gewicht zählen auch viele soziale Komponenten dazu. So zum Beispiel der sogenannte Livestyle, also ob man regelmäßig Alkohol trinkt oder raucht, wie regelmäßig man sich sportlich betätigt, wie viel Stress man im Berufs- und Privatleben ausgesetzt ist, ob man allein lebt oder Kinder hat. Selbst die Bildung und das soziale Engagement wirken sich laut Experten auf die eigene Lebenserwartung aus.

Heute Geborene haben ein deutlich längeres Leben

Nach wie vor gilt, dass die statistische Lebenserwartung von Frauen höher ist als von Männern. Und insgesamt gilt, dass die neuen Generationen älter werden als die vorherigen, was mit der verbesserten Gesundheitsversorgung und den allgemein besseren Lebensbedingungen zusammenhängt. Von den Mädchen, die 2016 geboren wurden, wird nahezu ein Viertel 100 Jahre alt, bei Jungs des gleichen Jahrgangs erreicht rund ein Sechstel eine dreistellige Jahreszahl.

Schlaue und sozial engagierte Menschen leben länger

Die Statistiken belegen es immer wieder: Menschen mit höherer Bildung leben länger als Menschen, die keine höhere Bildung haben. Die Gruppe der Hochgebildeten hat selbst im weltweiten Vergleich die Nase vorn. Doch auch durch ein soziales Engagement scheint sich die Lebenserwartung positiv beeinflussen zu lassen. Wer sich im Alter um andere kümmert, der hat ebenfalls ein längeres Leben. Wer zum Beispiel Enkel hat und sich um sie kümmert, der hilft nicht nur den Eltern, sondern tut gleichzeitig etwas für sich.

Bedeutung der Lebenserwartung für die Rente

Die eigene Lebenserwartung ist nicht nur für einen selbst spannend. Auch der Staat und die Versicherer schauen hier genau hin. Mit zunehmender Lebenserwartung erhöht sich natürlich auch die durchschnittliche Rentenbezugsdauer und das kann zum Problem werden, wenn die Versicherungen für private Vorsorgeprodukte oder der Staat im Hinblick auf die gesetzliche Rente nicht entsprechend vorgesorgt haben. Im Jahr 1960 standen Lebensarbeitszeit und Rentenzeit noch im Verhältnis von etwa 4:1, heute beträgt dieses Verhältnis bereits 2,25:1. Für das Jahr 2060 wird ein Verhältnis von 1,9:1 angenommen. Experten fordern daher immer wieder eine Anpassung des Rentenalters, zumindest jedoch eine weitere Flexibilisierung etwa im Sinne eines Alterskorridors anstatt eines fixen Renteneintrittsalters. Aber auch alternative, weiterentwickelte Vorsorgeprodukte werden immer wieder diskutiert.

 

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Bild: pixabay

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