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Zukunftsmarkt AltersVorsorge 2017

Eingestellt: 3. März 2017 um 10:27   /   durch   /   Kommentare (0)

Am 16. und 17. Februar 2017 diskutierten in Berlin verschiedene Experten über die aktuellen rentenpolitischen Entwicklungen. Das dbr-Webmagazin war als Medienpartner mit vor Ort. Hier einige Eindrücke vom Branchentreffen.

Das Highlight der Veranstaltung „Zukunftsmarkt AltersVorsorge“ war der Auftritt von Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles (SPD). Im Fokus stand dabei ganz aktuell die Diskussion zum Betriebsrenten-Stärkungsgesetz. Nahles unterstrich noch einmal die Ziele des Gesetzentwurfes, durch den besonders bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMUs) sowie bei Geringverdienern die betriebliche Altersversorgung gestärkt werden soll. Daneben soll durch das neue Gesetz die Riester-Rente einen neuen Push erhalten.

Imagepflege Altersvorsorge

Andrea Nahles ist sich des schlechten Rufs bewusst, den die Altersvorsorge und ganz besonders auch die Riester-Rente in Deutschland hat. Sie war offen für Diskussionen und hat konkret nach Vorschlägen der anwesenden Experten zu ihren Überlegungen für ein Standard-Riester-Produkt gefragt. Hierauf ist in der anschließenden Diskussion jedoch leider niemand eingegangen. Nahles hat in ihrem Vortrag sowohl die Überlegungen der Bundesregierung als auch ihre eigene Motivation skizziert. Sie sei offen für neue Ideen, sagte Nahles und fasste noch einmal ihre bisherigen Forderungen zusammen. Durch die Maßnahmen ihrer geplanten Renten-Reform sollen sich die Möglichkeiten deutlich verbessern – und die Altersvorsorge wieder attraktiver werden.

Apell an Versicherungswirtschaft

Das schlechte Image vieler Vorsorgeprodukte wird durch mangelnde Transparenz verstärkt. Nahles sprach die Versicherungswirtschaft direkt an und forderte diese auf, die Unsicherheiten am Markt und in der Bevölkerung nicht für unwirksame Produkte auszunutzen. Das schädige weiter den Ruf. Der richtige Weg sei es, Hand in Hand mit der Politik die Altersvorsorge und deren Image neu zu gestalten.

Das Ende der Doppelverbeitragung

Auch auf die Doppelverbeitragung von Leistungen z. B. aus Direktversicherungen ging Nahles ein, von der rund 6 Millionen Vorsorgesparer betroffen sind. Der Bundesrat hat die Bundesregierung aufgefordert zu prüfen, ob eine Reduzierung der 100 %-igen Beitragspflicht zur Krankenversicherung bei Betriebsrenten möglich sei. Die Erfolgsaussichten sieht Nahles aber eher gering, da aus wirtschaftlichen Gründen von einem Veto seitens Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) auszugehen sei.

Dauerthema Rente

Insgesamt wurde viel diskutiert, es gab einen regen Austausch unter den Teilnehmern. Die Auswirkung der Bundestagswahl stand dabei immer im Vordergrund. Nahles selbst hat sich einerseits optimistisch, andererseits kämpferisch gezeigt. Trotz aller Skepsis und unterschiedlichen Meinungen war auch die Stimmung der Teilnehmer insgesamt optimistisch. Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, ob der Optimismus begründet ist. Das dbr-Webmagazin hält seine Leser dazu weiter auf dem Laufenden.

Bild: Quelle: Zukunftsmarkt AltersVorsorge/MCC

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