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Sparen für das Alter mit Rürup

Eingestellt: 21. März 2017 um 10:07   /   durch   /   Kommentare (1)

Es gibt verschiedene Formen der privaten Altersvorsorge, durch die jeder für das Alter – zusätzlich zur gesetzlichen Rente – sparen kann, um so den gewünschten Lebensstandard zu sichern. Eine dieser Formen ist die Rürup-Rente. Doch sie ist nicht für alle gleich gut geeignet. Worauf man achten muss…

In Deutschland gibt es rund zwei Millionen Rürup-Verträge, so der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Es gibt verschiedene Formen dieser privaten Altersvorsorge. Versicherte können aus drei Arten aussuchen: fondsgebundene Versicherung (Fondspolice), Fondssparplan oder klassische Rentenversicherung. Besonders die klassische Form, die Rentenversicherung, ist eine sichere Sparform. Die Mindestrente wird hierbei bereits zu Beginn festgelegt.

Wer profitiert von der Rürup-Rente?

Die Rürup-Rente bietet sich vor allem für Freiberufler oder Selbstständige an, da sie nicht in den Genuss staatlich geförderter Riester-Verträge oder Betriebsrenten kommen. Sie ist trotz sinkendem Garantiezins ein attraktives Sparmodell für alle, die ein hohes Einkommen haben und viel Steuern zahlen müssen, denn die gezahlten Beiträge können bis zu 84 Prozent in der Steuererklärung als Sonderausgaben abgesetzt werden. Alleinstehende können aktuell bis zu 19.625 Euro, Ehepaare bis zu 39.250 Euro steuerlich geltend machen. Der Prozentsatz wird weiter steigen und soll ab 2025 bei 100 Prozent liegen.

Rürup-Vertrag ist nicht kündbar

Die Rürup-Rente muss nachgelagert versteuert werden. Geht ein Rürup-Sparer 2017 in Rente, liegt der steuerpflichtige Anteil der gesetzlichen Rente bei 74 Prozent. Dieser Anteil wird weiter ansteigen. Für Rürup-Sparer, die ab 2040 in Rente gehen, liegt der steuerpflichtige Anteil der gesetzlichen Rente bei 100 Prozent. Trotz des sofortigen Steuervorteils, der für viele die Hauptmotivation ist, einen Vertrag abzuschließen, sollte die Entscheidung für eine Rürup-Rente gut bedacht sein. Aus dem Vertrag kommt man nämlich nicht mehr raus. Selbst wenn der Vertrag gekündigt wird, wird er letztlich nur beitragsfrei gestellt. Das eingezahlte Kapital verbleibt beim Vertragspartner bis zur Auszahlung der Rente. Auch sind Kapital- oder Teilauszahlungen nicht möglich.

Eigene Lebenserwartung einschätzen

Die Rürup-Rente wird ab dem Renteneintritt ausgezahlt und zwar ein Leben lang. Daher profitieren in erster Linie die Versicherten, die besonders alt werden. Experten raten daher, die eigene Lebenserwartung realistisch einzuschätzen, bevor man sich für einen Rürup-Vertrag entscheidet. Die eingezahlten Beiträge erhält man erst ab einer Rentendauer von über 20 Jahren wieder raus.

Augen auf bei Effektivkosten

Es gibt viele Anbieter für eine Rürup-Rente. Interessenten sollten bei der Auswahl vor allem die Effektivkosten vergleichen. Es gibt bei den Anbietern große Unterschiede, wie Stiftung Warentest untersucht hat. So kann die garantierte Mindestrente je nach Anbieter zwischen 559 und 647 Euro liegen.

Unser TOP-Thema für Sie!

„Sparen“ wird in den Monaten März und April das TOP-Thema im dbr-Webmagazin sein. Wir werden Sie hier in verschiedenen Berichten zu diesem Thema umfänglich informieren. Diskutieren Sie mit und nutzen die Kommentarmöglichkeit bei den Beiträgen. Wir freuen uns auf Ihre Meinung und einen regen Austausch!

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Bild: Thomas Max Müller/pixelio.de

 

Kommentare (1)

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Kommentar
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  • 23. März 2017 um 09:32 Theo

    Wir haben auch eine Rürup-Rente, weil wir selbstständig sind und eben keine Riester-Rente abschließen können.

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