Basiswissen, Sparen

Frauen und die Altersversorgung

Eingestellt: 22. März 2017 um 08:24   /   durch   /   Kommentare (0)

Eine Studie des Marktforschungsunternehmens Yougov im Auftrag des Vermögensverwalters Scalable Capital hat das Verhalten der Deutschen beim Alterssparen untersucht. Das Ergebnis ist besonders bei Frauen ernüchternd: Nur jede dritte Frau spart selbst für das Alter.

Das Ergebnis verwundert, denn gerade Frauen sollten bei der Altersvorsorge aktiv werden. Sie erhalten aufgrund ihrer Erwerbsbiografie im Schnitt nur etwas mehr als die Hälft der gesetzlichen Renten verglichen mit Männern. Altersvorsorge in Eigenregie sollte daher einen hohen Stellenwert einnehmen, damit später nicht Altersarmut droht. Warum ist das nicht so?

Frauen haben zu wenig Finanzwissen

Für die Studie wurden 2.000 Deutsche zu ihrer Vorsorgesituation und ihrem Sparverhalten befragt. 35,6 Prozent der Frauen gaben an, dass sie bereits privat Geld für die Rente sparen – im Vergleich dazu waren es bei Männern 42,4 Prozent. Nur 25,2 Prozent der Männer aber 32,7 Prozent der Frauen gaben an, dass sie überhaupt noch nicht mit einer privaten Altersvorsorge begonnen haben. Befragt nach den Gründen, warum sie nicht selbstständig für das Alter vorsorgen, gaben 57,7 Prozent der Frauen mangelndes Finanzwissen an. Ausreichendes Finanzwissen attestierten sich nur 28,3 Prozent der Frauen – im Gegensatz zu 46,7 Prozent der Männer.

Frauen verfügen über geringere finanzielle Mittel

Neben dem nicht ausreichenden Finanzwissen gaben 43 Prozent der Frauen außerdem an, dass sie nicht über genügend finanzielle Mittel verfügen, um sich damit auch um ihre Altersvorsorge zu kümmern. Ein weiterer Grund, der Frauen von einer aktiven Rolle bei ihrer Altersvorsorge abhält, war die Angst vor hohen Verlusten. 29 Prozent der Frauen gaben dies als Grund an. Die Einstellung zum Sparen spiegelt sich auch an den Kapitalmärkten. Nur 11 Prozent der Frauen investieren hier.

Vorurteil ausgeräumt

Weit verbreitet ist das Vorurteil, dass Frauen in Geldanlagen vorsichtiger seien. Die Umfrage konnte das allerdings nicht bestätigen. Frauen zeigten vielmehr mangelndes Selbstbewusstsein und ein geringeres Einkommen, wodurch sie zurückhaltender in Finanzfragen waren. Damit Frauen im Alter trotzdem gut abgesichert sind, bieten immer mehr Banken und Versicherungen Vorsorgeprodukte speziell für Frauen an.

Unser TOP-Thema für Sie!

„Sparen“ wird in den Monaten März und April das TOP-Thema im dbr-Webmagazin sein. Wir werden Sie hier in verschiedenen Berichten zu diesem Thema umfänglich informieren. Diskutieren Sie mit und nutzen die Kommentarmöglichkeit bei den Beiträgen. Wir freuen uns auf Ihre Meinung und einen regen Austausch!

Das Thema Sparen interessiert Sie? Lesen Sie hier mehr dazu:

 

Bild: pixabay

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Kommentar
Name E-mail Website