Kolumne Gisbert Schadek

Sparen muss wieder Spaß machen – ein Apell zum Weltspartag

Eingestellt: 28. Oktober 2016 um 09:00   /   durch   /   Kommentare (1)

Politik und Gesellschaft fragen sich immer wieder, warum die Deutschen nicht mehr Sparen. Gründe dazu werden viele angeführt und als Quintessenz kommt immer das gleiche bei den Überlegungen heraus: Die gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen angepasst werden oder der Arbeitgeber muss etwas tun, um seine Mitarbeiter zu unterstützen.

Ich meine aber, die Sache ist viel einfacher: Sparen macht einfach keinen Spaß mehr! Deshalb fehlt den Deutschen die Motivation, ihr Geld anzulegen. Der direkte Konsum ist attraktiver als die Aussicht auf einen auskömmlichen „Lebensabend“.

Dass Sparen keinen Spaß macht, gilt vor allem in der derzeitig nachhaltigen Niedrigzinsphase. Man kann sich nicht mehr daran erfreuen, dass das Vermögen auch ohne eigenes Zutun wächst und man durch geschicktes Umschichten von Geldern auch noch selbst dabei mitwirken kann. Als „Spaßbremse“ kommt natürlich auch noch hinzu, dass Viele schon die Erfahrung machen mussten, durch eigene Fehlentscheidungen leider Geld zu verlieren.

Wir müssen also dem Sparvorgang wieder einen Spaßfaktor geben! Weltspartag und Sparschwein, die genau auf diesen Faktor setzen, reichen nicht mehr aus. Auch die Sparkästchen in den Kneipen verlieren ihre Beliebtheit. Es muss uns gelingen, den Sparvorgang in die digitale Welt zu übertragen. Wir benötigen eine Community, mit der man sich austauschen kann.

Dabei stelle ich mir eine App vor, die anspornt, zufrieden macht oder nach Wegen suchen lässt. Zuallererst braucht der Sparer dafür verständliche Informationen, ohne Hintergedanken. So sieht er ganz klar: hier stehe ich, dort möchte ich hin, und das könnte der Weg sein.

 

 

Kommentare (1)

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Kommentar
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  • 27. November 2016 um 14:08 Gruber Doris

    Nach 46 Dienstjahren bei der Bahn erhalte ich nun 18,25€.
    Toll.
    MFG gruber

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