Digitalisierung

Datensicherheit versus Innovation?

Eingestellt: 28. September 2016 um 08:29   /   durch   /   Kommentare (0)

Da gibt es auf der einen Seite vielversprechende technische Innovationen, aufregende Möglichkeiten durch Digitalisierung. Und auf der anderen Seite gibt es das unumstößliche Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung. Gesetzliche Maßnahmen stehen vor der Herausforderung zu regulieren aber gleichzeitig nicht zu verhindern. Ob der Spagat mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung gelingt, wird sich noch beweisen müssen. Einwilligungsassistenten versprechen Hilfestellung, damit User die Kontrolle über persönliche Daten und somit digitale Souveränität behalten.

Trotz aller technischer Innovation bleibt das Recht auf Datenschutz bestehen. Daher ist es notwendig, den digitalen Raum auch juristisch zu beleuchten und zu erfassen. Für Unternehmen ist dabei entscheidend, dass einheitliche Rahmenbedingungen für alle Wettbewerber gelten. Im April wurde, nach vier Jahren Vorbereitung, die EU-Datenschutz-Grundverordnung beschlossen, die ab 2018 greift. Für die Gesetzgebung stellt sich dabei die Herausforderung, dem technischen Fortschritt einerseits nicht hinterher zu hinken, andererseits ihm durch zu starre Regeln nicht im Wege zu stehen.

Einwilligung zur Verwendung und Weitergabe der Daten

Für User ist besonders die Frage der Verwendung und Weitergabe ihrer persönlichen Daten wichtig: In welcher Weise werden meine Daten verwendet? Welchen Einfluss habe ich zum Beispiel auf die Weitergabe an Dritte? Welche, vielleicht auch rechtlichen, Konsequenzen ergeben sich daraus für mich? Antworten darauf müssen transparent und leicht verständlich formuliert sein, und sie müssen schnell gefunden werden. Oft sind die Regelungen in langen allgemeinen Geschäftsbedingungen versteckt, die sich die wenigsten durchlesen, sondern einfach ein Häkchen setzen, um Anwendungen weiter nutzen zu können.

Digitale Souveränität des Users

Ein erster Ansatz zur Lösung ist der Einsatz von sogenannten Einwilligungsassistenten (Personal Information Management Systems), die das Einwilligungsverfahren technisch gestalten. Diese Plattformen übertragen rechtliche Datenschutzbestimmungen in technische Lösungen und schaffen damit eine Basis für die legale Verarbeitung entsprechender Daten – vorausgesetzt der User stimmt zu. Durch den Einsatz dieser Programme behält der User seine digitale Souveränität, er ist informiert über die Weiterverwendung der Daten, die Beschränkung der Verarbeitung dieser Daten und er hat die Entscheidungshoheit über die Löschung seiner Daten. Liegen alle Informationen vor, kann der User kompetent eine Entscheidung treffen und behält die Kontrolle über die Verwendung und Weitergabe seiner persönlichen Daten.

Anforderung an digitale bAV-Verwaltung

Der Spagat zwischen Innovation und Einhaltung der Bestimmungen zum Datenschutz muss auch bei der bAV gelingen. Hier müssen einerseits sensible Daten bereitgehalten werden, auf die autorisierte Personen Zugriff benötigen, andererseits sollen aber unbedingt keine Unbefugte diese Daten einsehen. Cloudbasierten Softwarelösungen können dabei die notwendige Datensicherheit bei gleichzeitigem Innovationsvorteil bieten. Online-Plattformen erlauben schnelles Arbeiten mit wenigen Mausklicks und mobilen Zugriff von unterwegs und ohne zeitliche Einschränkung. Werden sie auf Servern in Deutschland gehostet und werden die sensiblen Daten hier gespeichert und verarbeite, unterliegen sie damit auch den hohen Datenschutzbestimmungen der Bundesrepublik. Durch eine TÜV-Zertifizierung wird zusätzlich Datensicherheit und Datenschutz gewährleistet. So steht innovativen digitalen Lösungen für die bAV-Verwaltung nichts mehr im Wege.

 

Bild: vschlichting – Fotolia.com

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