Digitalisierung

Digitale Transformation in Unternehmen: Wer sind die Treiber?

Eingestellt: 29. August 2016 um 14:16   /   durch   /   Kommentare (0)

Der Trend „Digitalisierung“ ist bereits in vielen Unternehmen angekommen. Nach wie vor gibt es aber noch eine große Zahl an Betrieben, besonders im Mittelstand, die eine digitale Transformation noch vor sich haben. Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch digitalisierte Abläufe können Prozesse standardisiert werden und dadurch fehlerfrei ablaufen. Das ist in der Produktion genauso möglich wie im Personalmanagement. Selbst die betriebliche Altersvorsorge profitiert vom Trend Digitalisierung, können doch Administration und das gesamt Handling automatisiert werden. Wovon hängt es also ab, ob und wie eine digitale Transformation stattfindet? Und spannender noch: Wer führt im Unternehmen dabei Regie?

Um das Wichtigste voranzustellen: Der Erfolg der Digitalisierung steht und fällt mit der Zustimmung und Unterstützung der Geschäftsführung. Diese muss die notwendigen Schritte nicht selbst umsetzen, jedoch „grünes Licht“ geben und den Verantwortlichen in der Umgestaltung den Rücken stärken. Die verschiedenen Strategien bei der Steuerung der digitalen Transformation hat eine Studie der Universität St. Gallen, in Auftrag gegeben von T-Systems Multimedia Solutions und unterstützt durch den Bundesverband Digitale Wirtschaft e. V. (BVDW), aufgezeigt. Die Studie gibt anhand von Erfahrungen aus der Praxis und detaillierten Fallstudien einen Blick hinter die Kulissen der Strategiearbeit in der digitalen Transformation.

Hilfe von Außen: Chief Digital Officer

Eine Möglichkeit, die digitale Transformation erfolgreich in einem Unternehmen umzusetzen, ist durch einen Externen als Chief Digital Officer (CDO). Dieser kann die Vernetzung zwischen IT und den einzelnen Fachabteilungen optimieren und den Digitalisierungs-Prozess strategisch vorantreiben. Damit er auch tatsächlich etwas bewirken kann, muss er in der Führungsebene verankert sein. Andernfalls kann der CDO Vieles anstoßen, es fehlen ihm aber letztlich administrative und exekutive Befugnisse, um die Transformation effektiv und mit Erfolg abzuschließen. Setzt ein Unternehmen einen CDO ein, so hat dies zudem auch einen entsprechenden, richtungsweisenden Symbolcharakter – quasi als Bekennung zum Trend Digitalisierung. Für die Mitarbeiter kann das wichtig sein, damit auch sie sich mit dem Prozess und der damit verbundenen Umstrukturierung identifizieren können.

Digitalisierung durch cloud-basierte Software-Lösungen

Eine andere Form, sich Hilfe von außen zu holen, ist die Nutzung bestimmter Programme. Cloud-basierte Software-Lösungen können zum Beispiel Prozesse in der Personalabteilung automatisieren. Damit kann auch die betriebliche Altersvorsorge (bAV) komplett digital bearbeitet und verwaltet werden. „Die bAV-Verwaltung wird dadurch schnell, übersichtlich und komfortabel. Auch Auswertung, Archivierung und Statistik sind durch Digitalisierung ein Kinderspiel“, so Gisbert Schadek, Vorstand der Entgelt und Rente AG, die Digitalisierung in der Personalverwaltung anbietet. Schadek weiter: „Mithilfe digitaler Workflows können unterschiedliche bAV-Prozesse mit nur wenigen Mausklicks erledigt werden. Digitalisierung in der bAV spart Zeit und Kosten und führt zu Qualitätsverbesserungen.“ Der Aufwand für die Verwaltung von betrieblichen Versorgungszusagen kann effizient gemanagt werden. Wurden Daten und (Papier-) Dokumente sonst an unterschiedlichen Stellen archiviert, kann dies nun zentral und papierlos in digitalen Versorgungsakten erfolgen. Die qualifizierten Software-Anbieter beraten und begleiten ihre Kunden auch durch die digitale Transformation, so dass individuelle Lösungen, maßgeschneidert für jede Personalabteilung, gefunden werden können.

 Digitalisierung von innen heraus: Das Digital Team

Neben dem CDO oder dem Software-Dienstleister, als Hilfe von außen, kann die digitale Transformation natürlich auch durch die eigenen Mitarbeiter erfolgen, durch einen Stab oder eine eigene Abteilung zum Beispiel. Der Vorteil hierbei ist, dass die Mitarbeiter das Unternehmen mit seiner Unternehmensphilosophie und der gelebten Unternehmenskultur von Grund auf kennen und so mögliche Hemmnisse gleich aus dem Weg räumen können. Gleichzeitig sind die Mitglieder des Digital Team Fürsprecher und Multiplikatoren der Digitalisierung im eigenen Unternehmen und können ihre Kolleginnen und Kollegen motivieren und für den Trend Digitalisierung in einem höheren Maß begeistern, als dies ein Externer könnte. Auch bei diesem Digitalisierungsansatz bedarf es einer Geschäftsführung, die der Digitalisierung nicht im Wege steht und an dessen Erfolg gleichermaßen interessiert ist.

 

Bild: Torben Seiler – Torbz

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