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Studie ergibt: Arbeitgeber ist attraktiver Partner in der Altersvorsorge – Flexibilität ist wichtigster Faktor

Eingestellt: 21. Juli 2016 um 16:55   /   durch   /   Kommentare (0)

Im Kontext der aktuellen Entwicklungen beim Thema Rente und Altersvorsorge wird der Arbeitgeber als Vorsorgepartner für die Generation Y immer attraktiver. Das ist ein Ergebnis einer qualitativen Studie des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov.

Für die Studie wurde von Mai bis Juni 2016 eine dreiwöchige Marktforschung  mit 50 Versicherungsentscheidern und -mitentscheidern durchgeführt. Rund um die Bereiche Mobilität und Kfz, Wohnen, Gesundheit, Altersvorsorge und Biometrie wurden Bedürfnis-Trends der Konsumenten exploriert und aktuelle Produktinnovationen evaluiert.

Die Untersuchung ergab, dass die betriebliche Altersvorsorge ein stärkeres Sicherheitsgefühl als private Altersvorsorgeprodukte vermittelt. Die qualitativen Ergebnisse zeigen, dass hier besonders zwei wahrgenommene Vorteile psychologisch eine Rolle spielen: Durch die Beteiligung des Arbeitgebers sehen die Versicherten einen finanziellen Nutzen und versprechen sich zudem eine Entlastung durch die regelmäßig erfolgenden Einzahlungen.

Für die Befragten spielt das Thema Flexibilität wieder eine wichtige Rolle für die Attraktivität der bAV. Die Angebote müssen den Veränderungen in der Arbeitswelt Rechnung tragen. Nichtlineare Lebensläufe, häufige Arbeitgeberwechsel und Phasen der Nicht-Anstellung sind für Arbeitnehmer zukünftig eher der Standard. Entsprechend wichtig ist ein hohes Maß an Flexibilität in der Ausgestaltung der Altersversorgung. Vor allem das Übertragen bestehender Verträge zu neuen Arbeitgebern spielt eine wichtige Rolle.

Das Ergebnis der Studie kann Anabel Meichsner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutsche Betriebsrente Datentreuhand e. V., nur bestätigen. „Diese Erfahrung haben wir auch gemacht. Arbeitnehmer erwarten von ihrem Arbeitgeber zunehmend Unterstützung beim Aufbau ihrer Altersvorsorge. Von dieser Erwartungshaltung ihrer Mitarbeiter sind aber zumindest kleine und mittelständische Arbeitgeber oft überfordert. Sie können nicht das nötige Know-how vorhalten, um ihren Arbeitnehmern die individuell richtige Versorgung zu verschaffen oder ihn kompetent zu beraten.“

Der Deutsche Betriebsrente Datentreuhand e. V. hat dieses Problem schon vor Jahren erkannt, dies war Anlass für die Gründung des Vereins. Die Vereinsgründer haben damit insbesondere darauf reagiert, dass die Beratung in Fragen der betriebliche Altersvorsorge zunehmend ausschließlich in der Hand von Produktanbietern, d. h. Versicherungen und Banken lag. Diese haben natürlich nicht im Sinne der Arbeitgeber und Arbeitnehmer beraten, sondern waren in erster Linie provisionsgetrieben. „Wir bieten Arbeitgebern und Arbeitnehmern eine produktunabhängige, objektive Beratung an, um zu gewährleisten, dass der Arbeitnehmer die Vorsorge erhält, die er individuell benötigt und der Arbeitgeber keine Haftung übernehmen muss, die er nicht tragen kann.“ erläutert Meichsner den Zweck des Deutsche Betriebsrente Datentreuhand e. V. weiter. „In den nächsten Monaten werden wir unser Angebot noch um eine Renten-App ergänzen, über die der Arbeitnehmer sich einfach einen Überblick über seine Gesamtversorgungsansprüche verschaffen kann.“

 

Bildquelle: benjaminnolte – Fotolia.de

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