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Ifo-Chef Fuest fordert obligatorische Altersvorsorge

Eingestellt: 17. Mai 2016 um 14:23   /   durch   /   Kommentare (0)

Der neue Chef des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, Clemens Fuest, hat die Einführung einer Pflicht zur privaten und betrieblichen Altersvorsorge für Jedermann gefordert. „Es sollte eine Pflicht für Jedermann geben nachzuweisen, dass er für das Alter vorsorgt“, sagte Fuest der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). „Wenn sich die Politik dazu nicht durchringen will, dann sollte sie sich für die Opt-Out-Regel entscheiden: Zumindest abhängig Beschäftigte sollten automatisch eine betriebliche Altersrente aufbauen“, sagte Fuest.

„Sie müssen selbst aktiv widersprechen, wenn sie das nicht wollen. Erfahrungsgemäß machen die meisten Leute dann mit.“ Der Ökonom warnte zugleich vor einer Anhebung des gesetzlich festgelegten Rentenniveaus in den kommenden Jahren. „Davor kann man nur warnen. Das würde die jungen Generationen stark belasten“, sagte der Ifo-Chef. „Wer jetzt sagt, das Rentenniveau soll höher sein, muss sagen, wie er das finanzieren will: durch höhere Beiträge oder höhere Steuern zu Lasten der Jüngeren?“, fragte der Ökonom. „Nach 2030 wird das Rentenniveau weiter absinken müssen“, stellte er klar.

Foto: Prof. Dr. Clemens Fuest, Präsident ifo Institut

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