bAV-Branche

GDV schlägt 7-Punkte-Plan zur Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge vor

Eingestellt: 13. Januar 2016 um 08:43   /   durch   /   Kommentare (2)

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. möchte mit seinem Vorschlag insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen sowie bei Geringverdienern ansetzen, da dort die größten Nachholbedarfe bestehen. Maßnahmen zur Verbesserung der bAV in Deutschland müssen, das betont nicht nur der GDV, sowohl die Attraktivität für Arbeitnehmer steigern, als auch die Rahmenbedingungen für Arbeitgeber erleichtern.

Hierzu hat der GDV nun zum Jahresbeginn einen 7-Punkte-Plan vorgelegt, der Komplexität und Aufwand abbauen und neue Anreize für die benannten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bieten soll. Letzteres beinhaltet den Vorschlag einer steuerlichen Förderung zum Aufbau einer bAV für Geringverdiener, sowie „austarierte“ Freibeträge in der Grundsicherung.

Außerdem sollen die Rahmenbedingungen der bAV in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung verbessert werden, da gerade die volle Beitragspflicht für Betriebsrentnerinnen und -rentner die Attraktivität stark beeinträchtigt.

Peter Schwark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung im GDV, nimmt hierzu Stellung: „Nach unserer Vorstellung wäre es etwa angemessen, Betriebsrenten nur mit dem halben Beitragssatz zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zu belasten.“

 

Die 7 Punkte im Einzelnen sind:

 

  1. Anreize für Arbeitnehmer vor allem mit geringen Einkommen schaffen.
  2. bAV-Rahmenbedingungen in der GKV/GPflV verbessern.
  3. Entgeltumwandlung wirksam nutzen.
  4. Freiwillige Modelle der automatischen Einbeziehung in die bAV fördern.
  5. Komplexität der bAV durch Anhebung des Förderrahmens reduzieren.
  6. Haftungsfreistellungen an der Sicherheit der Einrichtung festmachen.
  7. Orientierung in der Altersvorsorge verbessern.

 

Den 7-Punkt-Plan zum Download, finden Sie hier.

 

Foto: Peter Schwark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung, GDV. © GDV

Kommentare (2)

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Kommentar
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  • 3. Oktober 2016 um 07:54 Marcus Malinowsky

    „Die Zahlungen werden ausschließlich von den Beschäftigten geleistet. Sie werden steuerfrei gestellt und vermutlich auch sozialabgabenfrei. Das bedeutet, dass die Leistungen für die Gesetzliche Rente sinken und deren Leistungsfähigkeit weiter verringert wird. Wie zu hören ist, sollen bis zu 7 % des Arbeitnehmereinkommens in die betriebliche Altersvorsorge eingezahlt werden können. Das wäre die sogenannte Entgeltumwandlung.“ – Nachdenkseiten
    Die gesetzliche Rente muss gestärkt werden!

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    • 4. Oktober 2016 um 14:05 Martina Welters

      Auch wir sind der Meinung, dass das Gesamtversorgungsniveau der Arbeitnehmer, bestehend aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Altersvorsorge, erhöht werden muss. Nur den steuer- und sozialversicherungsfreien Dotierungsrahmen für die Entgeltumwandlung zu erhöhen, reicht in der Tat nicht aus. Es bleibt abzuwarten, welche Reformen konkret vorgeschlagen und umgesetzt werden. Wir haben das im Blick und kommentieren die Entwicklungen, z. B. immer montags in unserer Rubrik „bAV in den Medien“.
      Martina Welters, Redaktion Webmagazin

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