Basiswissen

Trügerische Sicherheit – forsa-Umfrage: „So sind die Deutschen versichert“

Eingestellt: 20. Mai 2015 um 14:52   /   durch   /   Kommentare (0)

67 % der Bürger fühlen sich ausreichend versichert, so das Ergebnis einer forsa-Umfrage im Auftrag des Finanzberatungs- und Versicherungsunternehmens Swiss Life Deutschland. In der Erhebung wurden Verbraucher befragt, welche Versicherungen sie haben, welche Policen sie für sinnvoll erachten und ob sie regelmäßig ihren Versicherungsschutz überprüfen. Viele wiegen sich dabei in trügerischer Sicherheit, denn ihnen fehlen wichtige Policen zur Altersvorsorge, bei Berufsunfähigkeit oder im Pflegefall.

Mit den „Klassikern“ unter den Policen sind die Deutschen laut den forsa-Ergebnissen bereits sehr gut versorgt: So haben 91 % eine Haftpflichtversicherung, 79 % eine Hausratversicherung und 63 % eine Unfallversicherung. Dagegen rangieren Versicherungen zur Altersvorsorge beziehungsweise zur Existenzabsicherung eher auf den hinteren Rängen. So hat lediglich ein Viertel der Befragten eine Riester- oder Rürup-Rente abgeschlossen. Immerhin nutzen 37 % die Möglichkeit zur betrieblichen Altersvorsorge: 30 % finanzieren diese in Form einer Entgeltumwandlung, bei 63 % der Berufstätigen beteiligt sich der Arbeitgeber beim Aufbau der Betriebsrente – so machen sich die Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels für Bewerber und Mitarbeiter attraktiv.

Nachholbedarf bei jungen Leuten

Besonders junge Leute haben noch Nachholbedarf in Sachen Versicherung und Vorsorge. Im Vergleich zum Gesamtdurchschnitt haben diese insgesamt weniger Policen abgeschlossen. So sorgen nur 25 % der 18- bis 29-Jährigen mit einer betrieblichen Altersvorsorge vor (Gesamtdurchschnitt: 37 %). „Mit so unbequemen Themen wie Pflege- oder Altersvorsorge beschäftigt man sich in diesem Alter naturgemäß eher ungern“, stellt Dr. Markus Leibundgut, CEO von Swiss Life Deutschland, fest.

Unter den Befragten gaben auch 31 % an, dass sie schon einmal eine Versicherung nicht abgeschlossen hätten, obwohl sie diese prinzipiell für sinnvoll hielten. „Klar ist es für viele verlockender, Geld für schöne Dinge auszugeben, als es in eine Versicherung zu stecken“, so Leibundgut. „Konsumverzicht ist nicht schön, aber ein Leben in Altersarmut ist das ebenso wenig. Wichtig ist zu wissen, welches Risiko man eingeht, wenn dieses Thema ausgeblendet wird.“

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Kommentar
Name E-mail Website