bAV in Unternehmen

Ein wertvolles Instrument zur Mitarbeiterbindung

Eingestellt: 12. Dezember 2014 um 07:12   /   durch   /   Kommentare (0)

Der deutsche Mittelstand ist Vorreiter in Sachen Unternehmenskultur und gelebte Werte. Er genießt weltweit ein hohes Ansehen und Vertrauen, wie kaum eine andere wirtschaftliche Gruppierung. Mittelständische Unternehmer wissen: Zur gelebten gesellschaftlichen Verantwortung gehört vor allem die faire Behandlung und Vergütung der eigenen Mitarbeiter, die das Herz jedes Unternehmens sind. Diese Verantwortung endet nicht mit dem Beschäftigungsverhältnis. Sie beinhaltet ebenso die Fürsorge durch eine angemessene Altersversorgung.

Wie viel Verantwortung tragen Unternehmen? Diese Frage wird immer öfter gestellt, seit Finanz- und Wirtschaftskrisen, Globalisierung und demografischer Wandel die Nachrichten bestimmen. Hinzu kommt, dass öffentliche Diskussionen um Wertvorstellungen und verantwortliches Handeln sich u.a. durch die Nutzung des Internets und der sozialen Medien deutlich verstärkt haben.

Die kritische Öffentlichkeit, aber auch die Politik, Kunden und Mitarbeiter fordern zunehmend von den Unternehmen, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen. Andernfalls drohe ein immenser Vertrauensverlust, so die gängige Argumentation.

Kein Vertrauensproblem

Übersehen wird dabei, dass der deutsche Mittelstand kein Vertrauensproblem hat. Ganz im Gegenteil: Der deutsche Mittelstand ist Vertrauensweltmeister, wie u.a. die PR Agentur Edelman in ihrer Studie „Trust Barometer 2014“ herausgearbeitet hat. Ganz anders die Wahrnehmung größerer Konzerne. Diese versuchen, längst nicht immer erfolgreich, ihre Reputation mit speziell eingerichteten CSR-Abteilungen (CSR. Corporate Social Responsibility –  zu deutsch: gesellschaftliche Unternehmensverantwortung) zu managen.

„Der Mittelstand ist nicht nur das Rückgrat der deutschen Volkswirtschaft. Kleine und mittlere Firmen, allen voran Familienunternehmen, schaffen auch Vertrauen durch ihr verantwortungsvolles Handeln, ihre Innovationskraft, sowie die Nähe zu ihren Mitarbeitern und den Menschen in den Regionen“, sagt Susanne Marell, Geschäftsführerin von Edelmann Deutschland. Entscheidend für den Aufbau von Vertrauen ist das Handeln des Unternehmens. „Treiber für mehr Glaubwürdigkeit sind vor allem soziale Aspekte wie der Umgang mit den Mitarbeitern sowie die Kommunikation, nicht nur mit der Öffentlichkeit, sondern auch Kunden gegenüber“, sagt Marell. „Dabei muss das eigene Handeln zum kommunizierten Anspruch passen, Werte wie Aufrichtigkeit, Nachhaltigkeit und Verantwortung müssen fester Bestandteil der Unternehmenskultur sein und auch bei der Produktentwicklung eine Rolle spielen.“

Vorteil nicht aus der Hand geben

Mittelständische Unternehmer sehen sich hier klar im Vorteil, weshalb für viele kein weiterer Handlungsbedarf besteht, wenn sie auf ihre soziale Verantwortung angesprochen werden. Aber die Unternehmen sollten sich auf diesem Polster nicht ausruhen. Mittelständische Unternehmen zeigen oft Schwächen, wenn es um die Kommunikation dieser Vorteile geht. Aber ohne Kommunikation gibt es kein dauerhaftes Vertrauen. Zu oft erfährt man aus den Medien von Unternehmen, die ihre Ideale kurzfristigen ökonomischen Kennzahlen geopfert haben. Das Misstrauen, das hierdurch entsteht, greift schnell auch auf unbescholtene Firmen über.

Fürsorge und Verantwortung waren im Mittelstand seit jeher ein hohes Gut. Auch heute steigert soziale Verantwortung den Wert des Unternehmens. Zumindest dann, wenn sie auch professionell betrieben und kommuniziert wird. Ein Unternehmen, das auf eine offene, ehrlich gelebte Kultur aufbauen kann, ist meist krisenfester aufgrund stabiler Beziehungen und höherer Motivation der Beschäftigten. Auch andere Stakeholder, wie Kunden, Politik, kritische Öffentlichkeit und auch Geldgeber, wissen soziale und nachhaltige Ausrichtungen und gezielte Engagements zu würdigen.

Wie wichtig eine funktionierende Unternehmenskultur und eine starke Bindung der Mitarbeiter ist, zeigt sich in allen erfolgsrelevanten Bereichen. Unternehmen müssen heute äußerst schnell und flexibel auf neue Herausforderungen reagieren, sie benötigen ein umfassendes Gespür für Risiken und Änderungen der Produktionsbedingungen. Ob im Qualitäts-, Change- und Risikomanagement oder an Schnittstellen zu Kunden oder Partnern, das Unternehmen ist abhängig davon, wie es durch die Mitarbeiter vertreten und repräsentiert wird und wie diese die Unternehmensentscheidungen mittragen und umsetzen. Ein Unternehmen, das sich nicht immer fair und verantwortungsvoll seinen Mitarbeitern gegenüber verhalten hat, kann in Krisen- oder Umbruchszeiten nicht auf die Loyalität seiner Angestellten bauen.

Mitarbeiterbindung über echte Betriebsrenten

Trotz dieser Erkenntnisse fällt es so manchem Unternehmen schwer, Maßnahmen zur Bindung ihrer Mitarbeiter zu entwickeln bzw. umzusetzen. Wo die Präferenzen liegen, zeigt z.B. eine Umfrage, die das F.A.Z. Institut gemeinsam mit der Generali Versicherung in Auftrag gegeben hat. In der Umfrage wurden Personalverantwortliche in mittelständischen Unternehmen zu Maßnahmen der Mitarbeiterbindung befragt. Auf den Spitzenreiter „Regelmäßige Weiterbildungsmaßnahmen“ (89 Prozent) folgte in der Befragung Ende 2013 eine „bAV mit Arbeitgeberbeteiligung“ (72 Prozent), noch vor „Karrierechancen“ (3. Platz: 71 Prozent) oder auch „Flexibles Arbeitszeitmodell für bessere Work-Life-Balance“ (7. Platz: 57 Prozent) und „Höheres Entgelt“ (Platz 9: 56 Prozent).

Es sind nicht primär die Vergütungsmodelle, die Mitarbeiter interessieren. Vielmehr trägt die Auseinandersetzung mit den Zielen der Mitarbeiter, wie die persönliche Weiterentwicklung, stärker zur Bindung bei. Die enthaltenen Forderungen an die Verantwortung der Arbeitgeber enden nicht mit dem Beschäftigungsverhältnis, wie die Zweitplatzierung der Betriebsrente belegt.

Denn: Auch die Ausgestaltung der Betriebsrente ist Ausdruck der Verantwortung und Kultur eines Unternehmens, sofern sie aktiv, vom Arbeitgeber für den Arbeitnehmer, konzipiert wurde. Die Betriebsrente wird so zu einem mächtigen personalpolitischen Instrument, das die Mitarbeiterbindung stärkt und ebenso zum Aufbau einer positiven Arbeitgebermarke beiträgt.

Dies wiederum erhöht die Chancen, benötigte Fachkräfte für das Unternehmen zu gewinnen und diese, wie andere wertvolle Mitarbeiter und Auszubildende auch, langfristig binden zu können. Das spart konkret erneute Anwerbe- bzw. Ausbildungskosten und sichert auch das Know-how des Unternehmens.

Eine echte Betriebsrente ist nicht zum Nulltarif zu haben. Um diese fair und effizient zu gestalten, sollte der Arbeitgeber die Rahmenbedingungen so gestalten, dass für den Arbeitnehmer eine auskömmliche Altersversorgung möglich wird. Das funktioniert aber nur über eine Beteiligung des Arbeitgebers, in dem er beispielsweise verschiedene Durchführungswege ermöglicht und die Verwaltungskosten der Abwicklung trägt.

Rechnet man die oben beschriebenen, eingesparten Kosten dagegen, lohnt sich die faire Ausgestaltung auch rein ökonomisch betrachtet. Unternehmer sollten deshalb genau überdenken, ob sie auf dieses wichtige Instrument zur Mitarbeiterbindung verzichten wollen.

Leider geschieht dies immer häufiger, da sich auch im Mittelstand, durch verschiedene Interessengruppen gesteuert, die Sorge breit macht, dass Haftungsrisiken und Kosten im Bereich bAV nicht mehr handhabbar sind. Aus diesem Grund greifen viele Unternehmen, viel zu schnell, zu scheinbar einfachen Lösungen, wie einem pauschalen Direktversicherungsangebot für alle Mitarbeiter, und lagern die gesamte bAV-Abwicklung an einen Produktgeber aus.

Es gibt flexible und innovative Alternativen, die eine offene, transparente und effiziente Gestaltung der betrieblichen Altersvorsorge auch für kleinere und mittlere Unternehmen ermöglichen.

Welche dies sind und welche weiteren Vorteile damit verbunden sind, erfahren Sie auf dieser Webseite!

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